Zaleucns 721
Antheil. Er bekämpfte in vielen Gefechten bke damaligen Feindeseines Baterlandes mit großem Ruhme, und zeichnete sich so aus,daß er zum Generalmajor befördert wurde. Der Ausging d . es-Kampfes ist bekannt. Das Glück begünstigte die Sache der Po-len nicht, und mit vielen seiner Landsleute verli-ß nun der Gene-ral Aajoncrek seine Heimath, um in Frankreich e>n neues Vater-land zu süchen. Auf dem Wege dahin ward er indeß in Gallizienangehalten. Er und sein Bruder, der Mitglied des-hohen ponNischen Nationalraths gewesen war, wurden verhallet und in dieFestung Josephstadt eingeschlossen. Als er seine Freiheil wiedererlangt hatte, begab er sich nach Paris, wo er eine militärischeAnstellung suchte. Man schickte ihn zn der französischen Armeein Italien, bei der er den Grad eines Brigadegenerals bekleidete.Die tapfere polnische Legion trug das Ihrige zu den Erfolgen derfranzösischen Waffen in Italien bei, und überall, wo sie gebrauchtwurde, behauptete auch der General Aajonczek einen ausgezeichne-ten Platz. Hierdurch war er Napoleon Wuonapartc bekannt undlieb geworden. Dieser nahm ihn daher mit sich, als er die d,nk-würdige Expedition nach Ägypten unternahm. Auch in diesemHimmelsstrich focht der General Aajonczek mit großer Unerschrocken-hrtt und Einsicht, unh ehrenvoll erwähnt findet sich sein Name inden Berichten von den mehrsten Treffen, welche die sogenannteArmee des Orients lieferte. Zur Belohnung dafür ward er imI. 1802 durch einen Beschluß des damaligen ersten Conseils Buo-naparte zum Divisionsgeneral ernannt. Nach seiner Rückkehr ausÄgypten übertrug ihm derselbe den Oberbefehl über eine Divisionfranzösischer Truppen in Italien. Der Divistonsgeneral Aajonczekbegleitete gleichfalls Vuonaparte, als er im I. 1312 den Aug ge-gen Rußland unternahm. An der Spitze eines französischen Ar-meecorps riß ihm in diesem Feldzuge eine Kugel das eine Beinweg, dessen Stelle jetzt ein hölzernes ersetzt. Seit diesem Un-fall diente der tapfere General Aajonczek nicht mehr in den Reihender französischen Truppen. Eine höhere Bestimmung gab ihn sei-nem Vaterlande wieder. Im Jahre igisi ernannte ihn der Kai-ser Alexander, als König von Polen, zu seinem Statthalter, Wce-könig oder Namiestnik, worüber die ganze polnische Nation erfreutwar.
Aaleucus, der Gesetzgeber der Republik LocriS, einer grie-chischen Colonie in Großgrieckenland (s. d. Art,). Er lebte unge-fähr 500 Jahre vor Christi Geburt, und war ein Schüler dcsPy-lhagoras. Bon seinen Lcbcnsumständcn, so wie von seiner Ge-setzgebung, ist wenig bekannt, nur einige fragmentarische Nach-richten darüber sind von den alten Schriftstellern aufbewahrt wor-den. Seine Gesetze scheinen- sehr streng gewesen zu seyn. Um denLuxus zu unterdrücken, verordnete er, daß nur öffentliche Dirnen Ge-schmeide von Gold und Edelsteinen tragen sollten. Der Ehebruchsollte mit dem Verluste beider Augen bestraft werden. Der Sohndes Gesetzgebers selbst wurde überführt, dieses Verbrechen begangenzu haben. Aus Achtung für den Vater bat das Volk inständig,dem schuldigen Sohne die Strafe zu erlassen; aber Aaleucus bliebunerbittlich. Um jedoch die Regung der väterlichen Liebe mit derStrenge des Gesetzes zu vereinigen, ließ er zuerst, sich selbst unddann dem Sohne ein Auge ausstechrn. Ein sehr charakteristischerAug, der an das Beispiel eines Regenten einer bekannten deut-Conv. Lex. 4 te Mff. X. 46