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Zenhter Band. To bis Z.]
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selben seyn, s» zeichnet man oft den Umriß durch einen aufge-spannten schwarzen Flor, von welchem man ihn hernach abdrückt;dies gibt zwar keine bestimmte Form, aber es deutet genau diePlätze'an, wo jede Partie hinkommen muß, und erspart dadurchdem Künstler siel Zeit. Will man die scharf bestimmte Formaber nachzeichnen, so muß man einen Ealque machen, da» heißt:man nimmt mit Firniß getränktes, ganz durchsichtiges Papier,und legt cS auf das Gemählde; der Umriß wird nun mit einem jseinen Stift umschrieben, dann auf der andern Seite des Papiersm t geschabter Kreide bestrichen, und nun abgedrückt, indem man >

den Umriß mit dem Stift nochmals übergeht; dies nennt mancalkiren. Wie Handzeichnungen großer Meister werdenst.-ts sehr geschätzt, da sich in ihnen das erste Feuer, womit sieeine Idee fassen, am deutlichsten und genialsten ausspricht. Eswird. eben dahar, weil hier alle« auf die flüchtige Leichtigkeit an-kommt, womit die Idee ausgesprochen ist, weit schwerer, einetäuschend ähnliche Kopie von einer Handzcichnung zu machen, alsvon einem ausgeführte» Gemählde. Nie großen Mahlerschulenunterscheiden sich eben so sehr in der Zeichnung, als in der Mah-lerei, und ein geübtes Auge wird die Meister eben so leicht in ih-ren Zeichnungen unterscheiden können, wie in ihren Gemählden.

Der Gty! der Zeichnung ist bei der ganz altitalkenische» Schule ,ebcn so hart, trocken !>nd mager, wie bei der altdeutschen, nurdaß dorr edlere und schönere Forme» durchblicken und richtigere !Verhältnisse, bei der altdeutschen oft aber noch bedeutungsvollerer !Liessinn, der sich mehr zur Poesie als zur bildenden Kunst hin- ,neigt. Spater wurde in Italien die römische Schule, durchRaphaels reinen Sinn für schöne und charaktervolle Formen unddurch sein Studium der Antiken, die echte Lehrerin und Bewah-rerin schöner Zeichnung; die floren ti n isch e Schule wollte siegerade hierin übertreffen, und verlor durch Übertreibung, was siean Gelehrsamkeit und streng anatomischem Studium wohl vorausgehabt hätte. Die Meister dieser Schule wählen oft kühn ver-kürzte Stellungen, nur um ihre Muskelkenutniß zu zeigen. Bei denRömern ist jeder Pinselstrich zugleich gemahlt und gezeichnet. DieFlorentiner brauchen den Pinsel bisweilen als ob er nur ein trock-»er Zeichenstist wäre. In der lombardischen Schule schim-mert zartempfundne Zeichnung durch den zauberischen Farben-schmelz durch, doch ist sie mehr der Natur und dein Gefühl abge-lauscht, als nach streng wissenschaftlichen Regeln gebildet. Beider v en «tianis ch en Schule verschwimmt die Zeichnung oft i»der Fülle der Farbengluth, und wenn sie bei einigen Meisternkühn und kräftig hervortritt, so sind es mehr die Formen gemei-ner'Naturen ohne tiefern Sinn, ohne Adel und Würde, nur im-ponirend durch ihre kccks Wahrheit und üppige -Fülle. Die Vene-tianer sind die italienischen Niederländer, denn an dieser ihrer lSchule bemerkt man gleiche Vorzüge, nur mit noch weit unedlerer .

Gemeinheit gepaart. .Die französische Schule war zu Poussinö !

Zeiten sehr correct in der Zeichnung und mit Recht nannte mandiesen Meister den fravzösiflhen Raphael; spater wurde der Styl 'äußerst manicrirt, erst durch David wurde richtige und reineZeichnung und strenges Studium der Antike wieder eingeführt,durch letzteres und sehr feste Zeichnung unterscheidet sich die neuere >französische Schule. Dir jetztlebenden deutschen Meister haben zwar lsehr verschkedncn Styl, um so mehr ist er aus eignem Gemüti '