Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
734
JPEG-Download
 

7Z4 Zeitalter

rroppo eks. bei; z. B. üar^c> oder »ssai oder sti ninlro,

sehr langsam, aufs langsamste. ^Ue-Arc, oder Vivace asssi odermolko, geschwinder als das bloße E-ileAro oder Vivace, presto»ssai, sehr geschwind. Ferner z. B. ^.UsLio nan lroppo oderkoco ^äitAio, >twas weniger langsam. VII poco ViikAio, et-was weniger geschwind. Vivace regn rsnro, nicht allzulebhaftu. s. w. Man hat auch mehrere Maschinen erfunden, wodurchdas Venixo einer Tonstücks oder eines Satzes feststehend bestimmtwerden kann, und welche mn Tactmesser oder Chronometernennt. Die besten Tactmeffer aber sind und bleiben wohl immerGeschmcick, Einsicht, richtiges Geisthl und Erfahrung.

Zeitalter, die r:rr, (Mythol). Der Gedanke, daß eseinst eine vollkommen glückliche Zeit des Menschengeschlecht» gege-ben habe, und diese durch die allmählige Verschlimmerung des letz-ter» verschwunden sei, hat, ungeachtet der traurigen Empfindun-gen, die er erregt, theils für den denkenden M »sehen, theilsfür die Phantasie der Dichter etwa« zu Reizendes, als daß mansich darüber wundern sollte, daß diese letzter» schon in den älternZelten eine Schilderung jenes ideal-n glücklichen Zeitalters gewagthaben. Man würde sich vielmehr über oas Gegentheil wundernmuffen. Die ersten Dichter, die uns eine etwas vellendete undreizend seyn sollende Beschreibung dieses Zeitalters und seiner all-mähligen Verschlimmerung hint.rlassen haben, find Hesiodusund Qvid (s. d. Art.) Nach der Dichtung, die der letztere inseinen Metamorphosen aufstellt, folgten, seit der Entstehung desWeltalls, viererlei Zeitalter auf einander, nämlich: i. dasgoldne Zeitalter, unter der Regierung des Saturn (s. d,Art.) Da lebten die Menschen frei, ohne Gesetz und, ohne Rich-ter; sie' kannten nur ihre Ufer, keine Schiffe, keine Waffen,keine Krieger und Kriege; ihre Felder trugen Früchte, ohnegeackert zu werden; es herrschte in diesem Züralter ein immer-währender Frühling. Unter Jupiter« Regierung folgte 2. da«silberne Zei kalter:-Jupiter theilte das Jahr In vier Jah-reszeiten. Die Menschen, die vorher auf den Feldern und in denWäldern gewohnt hatten, singen nun an, Häuser zu beziehenund das Feld zu bauen. Nun trat Z. das eherne oder erzeneZeitalter ein, in dem schon Wildheit und Liebe zu den Waffensich zeigte, doch aber die Menschen sich noch keiner Verbrechenschuldig machten. Endlich erschien 4. das eiserne Zeitalter.In diesem hörte Treue und Redlichkeit auf, und Betrug, Hinter-list, Habsucht und Gewalt tralen an ihre Stelle. Man fing an,Schiffe zu bauen, die Felder auszumcssen; man suchte die in derErde verborgnen Reichthümer auf; man entdeckte das Eisen undschmiedete Waffen: es entstanden Kriege, 'Raub uud Mord, undLsträa (s. d. Vrt.) floh zum Himmel zurück. In diesem Zeital-ter wagte es sogar ein boshaftes Geschlecht von Menschen, denHimmel zu stürmen (s. Giganten), bis endlich Jupiter, der Bos-heit des Menschengeschlechts überdrüßig, mit Beistimmung derübrigen Götter, um die Zeit des theffalischen Königs Deuca-lion, durch eine allgemeine Überschwemmung das ganze Men-schengeschlecht vertilgte. Nur Deucalion und seine GemahliirPyrrha blieben übrig. Sie warfen auf einen Lusspruch desOrakels der Thenns Steine hinter sich, aus welchen ein neuesMenschengeschlecht erwuchs. — Diese Darstellung LvidS, die in