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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zeitrechnung Zeitungen 7 35

neuern Zeiten Ditters von Dittersdsrf (s. d. Art.) mitvielem Beifall musikalisch nachgebildet hat, ist von Dichternund Philosophen vielfältig nachgeahmet und weiter bearbeitetworden.

Zeitrechnung, s. Chronologie.

Aeitrenlen, s. Leibrenten.

Zeitungen. Dieses Mittel, die Zeitereignisse schnell be-kannt zu machen, Ideen in Umlauf zu setzen, n ue Erfindungenmitzutheilen und dadurch die geistige Cultur zu befördern, endlichauch durch öffentl che Anzeigen den Gang der bürgerlichen Ge-schäfte zu erleichtern, war in den ältern Zeiten ganz unbekannt.Es ist eine Erfindung neuerer Zeit, die durch die Einführung derLuchdruckerkunst und eines regelmäßigen Postenlaufs begünstigtwurde, und nun eine fast unübersehbare Ausdehnung erhaltenhat. Die Bedeutung des Wortes Zeitung als Nachricht voneiner geschehenen Begebenheit, ist längst veraltet. Dermalen ver-steht man bekanntlich unter Zeitungen periodische, geschriebene«der gedruckte Nachrichten von den von Zeit zu Zeit vorgefal-lenen Begebenheiten. Das Wort kommt jedoch nicht von Zeither, sondern von dem alten, nock im Englischen gebräuchlichenWorte kicilnAs, geschehene Sachen, Begebenheiten. Die Zei-tungen uNtericheiden sich. ihrem Inhalte" nach, in politische, ge-lehrte, Klink-, Handns-eitlingen rc., einige beschränken sich bloß aufbesondere Classen (Zeitungen für die Jugend, für die Landleute);noch andere sind bloß für die Geschäfte des bürgerlichen Lebensbestimmt (Int lligenzdlätter, Anzeigen rc.). Daß die Zeitungen,außer der angenehmen Untkrhaltung, »inen großen und wesentli-chen Nutzen gewähren, bedarf keines Beweises. Sie sind, so wiedie geographischen Kenntnisse, ein wirksames Mittel unsernZdeenkreis zu erweitern, uns mit der übrigen Welt bekannt unddadurch zu Weltbürg-rn zu machen. Der Nachtheil, der aus demin unsern Lagen, besonders auch in Ansehung der Zeitungen, zuweit gehenden Lesetriebe entstehen mag, wird unstreitig von demNutzen, den sie schaffen, überwogen. Wie groß die politischeWichtigkeit der Zeitungen, ihr Einfluß auf öffentliche Meinung.und Denkart, seyn könne, hat sich besonders seit dem Anfange der'französischen Revolution gezeigt, wo Staatskunst und Partei-geist, mehr wie sonst jemals, die Zeitungen als Mittel der poli-tischen Taktik gebrauchten. Aber Liese Revolution hat auch unterden Zeitungen selbst eine große Veränderung hervorgebracht. Ver-schiedne der ältern sind verschwunden; mehrere neue sind an ihreStelle getreten. Die Vorzüge einer Zeitung vor der andern gehö-rig zu würdigen, ist k»ine ganz leichte Sache; die Menge der Le-ser einer Zeitschrift ist nicht immer ein sichrer Beweis ihrer Vor-tr-'fflichkeit. — Die Zeitungen hatten auch, wie so viele andreDinge, ihren Ursprung in Italien. Der Krieg, den die RepublikVenedig mit Soliman ll. in Dalmatien führen mußte, gab Ver-anlassung, daß man in Venedig vom Jahre rZzö an die eingegang-nen Kriegs- und Handelsnachrichtcn in geschriebn-» Blättern oneinem bestimmten Orte den Neugierigen zum Lesen mittheilte.M-n zahlte das Seseqeld d für in einer, längst außer Cours ge-kommnen, Scheidemünze, 6->rorfl-i genannt, und dieser Name gingdann auf die N.uigteitsblälter selbst in Italien und später in«rarikrrich (6-»««») -der. In Deutschland kamrn'inr Anfange des