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Zenhter Band. To bis Z.]
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736 Zeitungen

17. Jahrhunderts fortgesetzte Nruigkeitsblätter auf. Es ist nochein „Lviso, Ikelnrioii oder Zeitung: was sich begebenoder zugetragen hat in Deutsch- und Wclschland, Spanien undFrankreich rc., in Ost. und Westindien rc." im Jahre 1612 ge-druckt, vorhanden. Im I. i6ig wurde zu Frankfurt am Maindas Frankfurter Journal angefangen und 1617 erschienenebendaselbst die Post-Avisen. Beide Blätter haben sich, unterqllmählig veränderter Form bis jetzt erhalten. Nach und nach er-schienen nun an andern Orten unter den Titeln: Relation, Ristretto,Korrespondent, Courier, Postrciter, Chronik, Realzeitung, Ge-spräche der Todten rc. öffentliche Blätter, und -es gibt gegenwärtignicht leicht eine Stadt von einiger Bedeutung in Deutschland, dienicht ihre eigne Zeitung, wenigstens ein Intelligenz- oder Wochen-blatt hätte. Diese Letzter« entstanden später. Das erste Jntelli-genzblatt kam 1722 zu Frankfurt heraus; das zu Leipzig wurde176z angefangen. Man rechnet, und wohl nicht mit Übertreibung,daß in Deutschland ungefähr 400 Zeitungen und Zeitschriften allerArt jährlich erscheinen. Unttr den französischen Zeitungen hält mandie von dem Arzte Renaudot 162z zu Paris herausgegebnen: Nou-velles oräinaires äes äivers suäroiks, für die älteste. Die 6s-Letle äs Trance entstand im zojährigen Kriege, war bis zur Re-volution die eigentliche Hofzeitung, und hat sich, freilich mit verän-dertem Tone, bis jetzt erhalten. Beim Anfange der Revolution(178Y) entstand der bekannte lVIoiiirenr imlversel auch 6arseronationale genannt, von Maret, nachherigem Herzog von Baffanoangefangen. Diese Zeitung wurde förmlich für officiell erklärt; sieist es in gewisser Art auch noch jetzt, ist aber auch zugleich dietheuerste, denn sie kostet jährlich ioc> Francs. Für die Geschichteder Revolution und deren Folgen ist der Monteur äußerst wichtig,weil er die ganze Reihe der Begebenheiten und der erschienenenActenstücke enthält. Im I. 1817 erschienen in Paris sechzehn ei-gentliche Zeitungen und überdies mehr als 100 gelehrte Journaleund periodische Schriften aller Art; die Anzahl der jetzt in denübrigen Provinzen Frankreichs jährlich erscheinenden Zeitungen undperiodischen Schriften wird auf 120 angegeben; vor der Revolu-tion sollen deren nicht m hr als zo gewesen seyn. In England gab .es schon zu den Zeiten der Königin Elisabeth eine Art Zeitung.Aber erst im I. 1657 kam ein öffentliches Blatt unter dem Na-men InreUiAencor in Gang. Die gewöhnlichsten Benennungen der !englischen Zeitungen sind 6sironic1e und k>osr; derZusatz IVIoiminx,LveniiiA, Dailz- rc. bezeichnet die 8cjt ihrer Herausgabe. Doch sindauch allegorische Titel (rsie Sun, Star ero.) gewöhnlich. In keinemLande haben sich die Zeitungen so vermehrt, wie in England, welchesbei dem Antheil, den jeder Britte an den öffentlichen Angelegenheitennimmt, nicht zu verwundern ist. Die Hauptstadt allein hat gegen50 eigentliche Zeitungen, ohne geledrte Journale und andre perio- >dische Schriften zu rechnen. J-de Stadt in der Provinz hat ihre !eigne Zeitung, einige haben deren drei bis vier. Schottland und 'Irland haben ihre besondern Zeitunaen. Das merkwürdigste dabei ^ist der starke Absatz einiger Zeitungen; cS gibt deren, von denentäglich 4—5000 Exemplare in großem Format abgesetzt werden.

In Italien haben die Zeitungen, ob sie geeich da entstanden, nichtgroßen Fortgang gehabt, und nur wenige derselben gehen in dasbenachbarte Ausland. Ganz unbekannt sind iw. Auslande die sxa-