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Zenhter Band. To bis Z.]
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7Z8 Zeloten ZenbrAvesta

sen. Diese Verfassung ist bis zum Jahr igiZ beibehalten wor-den.

Zeloten waren eigentlich bei den Juden diejenigen, welchefür die Ehre Gottes und ihres Tempels, so wie für ihre Gesetzeeiferten, und die öfters so weit gingen/ daß sie einen vermeintli-chen Gottesverächter oderGabbathsschänder sogleich steinigten odersonst aus dem Wege räumten, ohne weiter dadurch verantwortlichzu werden. In der Folge, so wie auch heut zu Tage, belegt mandiejenigen mit diesem Namen, welche ohne Überlegung und mitungebührlicher, Strenge sich zu Religivnsvertheidigern auswerfenund gegen anders Denkende eifern.

Zelter, ein Pferd, das einen guten Paß geht, Paßgänger,folglich bequem zum Reiten ist; daher auch in den alten Ritterro-manen die Damen gewöhnlich auf Zeltern reiten. Es kommtvon dem nicht mehr gewöhnlichen, aber in alten Wörterbüchernsich noch findenden Worte, der Zelt (franz. winkle) her, dasden Gang eines Pferdes zwischen Paß und Trab bedeutete. —Der weiße Zelter, den die Könige beider Sicilien (s. d. Art.Neapel) seit dem Jahre iizo dem Papste alle Jahre am Peter-Paulstage, nebst einer bestrmmten Summe Geld, zur Anerken-nung der tzehnshsrrlichkeit des päpstlichen Stuhles über Neapelund Sicilien, übergeben ließen, und dessen Verweigerung oftStreitigkeiten veranlaßte, wird jetzt nicht mehr gegeben.

Aeüd-Av esta ist der Name der heiligen Bücher, welche dieNachkommen der alten Perser, die Gebern (s. d. Art.) oderGauern in Persien und die Parsen in Indien, von ihrem Re-ligionslehrer und Gesetzgeber Zoroaster oder Zerduscht (s. d. Art.)vor mehr als 4060 Jähren erhalten zu haben behaupten. Engli-sche und französische Reisende hatten schon früher über die Religionder Gebern und ihre heiligen Bücher einige, aber unvollständigeNachrichten gegeben. Der, bekannte französische Gelehrte Anque-til d u P erron (s. d. Art.) erlernte wahrend seines Au-ent-haltes in Indien die heilige Sprache, in welcher jene Bücher ge-schrieben sind, brachte Abschriften derselben bei seiner Rückkehr nachEuropa (1762) mit, und gab 1771 eine französische Übersetzung,, desZcnd-Avesta heraus. Es erschien nachher eine deutsche Über-setzung von Kleuker, unter dem Titel: Zcnd-Apesta, Zoroasteyslebendiges Wort rc. Z Lhle. Riga 1776—73 und später: Zend-Avesta im Kleinen, ein Auszug aus den Zendbüchern, von Klcu-ker 1739. Englische und deutsche Gelehrten erhoben bald Zweifelgegen die Echtheit und daS Alterthum dieser Schriften, über diedeßwegen geführten Streitigkeiten s. Anhang zum Zcnd-Avesta rc.von Kleuker, 1783. — Der Name Aend-Avesta bedeutet, nachAnquetil, so viel als lebendiges Wort. Der Zend-Avcstabesteht aus fünf Büchern, welche in der Icndsprache geschriebensind. Ein Theil derselben soll dem Zoroaster von O rm uzd, demhöchsten Weitregierer, geoffenbart worden seyn. Sie enthalten dieLehren von dem höchsten, guten Wesen (Ormuzd), von den Geniendes Himmels (Engeln), von dem bösen Wesen (Arimones), vonden Belohnungen und Bestrafungen in einer andern Welt rc. undwerden beim öffentlichen Gottesdienste vorgelesen. Ein andrerTheil derselben besteht aus einer Sammlung kleinerer Aufsätze undFragmente verschkedner Art, z. B. Gebete, Lobpreisungen der vor-nehmsten Genien des Himmels, Sittensprüche rc.; diese sind vos