Zenirh Zenv
73 -
serschiednen Verfassern und in verschleimen Dialecken geschrieben.Auch sind in die,«n Büchern historische und geographische Notizenenthalten, die jedoch verschredner AuslegUngen fähig zu seyn schei-nen. — Freunde der geheimen Wissenschaften haben in diesen Bü-cher» besondre.Geheimnisse und die Weisheit des Morgenlander zlrfinden geglaubt. , - ,. . .
Jen i ty oder der Scheitelpunkt (Astron.), ist ein arabisches Wortund bezeichnet denjenigen Punkt, welcher gerade über dem Haupte,dem Scheitel, des Zuschauers steht, und als der höchste Punkt desHimmels betrachtet wird. Jeder Ort der Erdflüche hat sein eignesJenith; und man findet es mit Hülfe des Bleiloths, nach weichemdie Are eines Fernrohrs lothrecht gestellt wird, , so daß das Allgedadurch gerade in dem Scheitel steht. — Der entgegengesetzte ödesFuß-Punkt heißt Nadir ss. d. Art.).
Zeno, ein Name, der in der alten Geschichte häufig vorkommt;besonders sind zwei Philosophen dieses Namens berühmt geworden,i. Zeno, der Eleatiker, aus Elea, der griechischen Kolonie irrEroßgriechenland gebürtig, lebte ungefähr goo Jahre vor der christ-lichen Zeitrechnung. Er war ein Zögling der von Lenophanes (ftd. Art.) gestifteten eleati scheu Schule, in deren Systeme maneinige Ähnlichkeit mit dem SpinsziSmus gcfundkn zu haben glaubt.Man schreibt diesem Zeno die Erfindung oder doch die weittreAusbildung der Dialektik (s. d. Art.) oder "Äisputirkunst zu. Bonseinen Schriften ist Nichts auf UNS gekommen; nur vdn einigenSchriftstellern sind Fragmente seiner Lehrsätze aufbewahrt worden.Man schildert ihn übrigens als einen guten, edlen Mann, vollEnergie und Patriotismus; Er unternahm es) sein von demTyrannen Elrarchus unterdrücktes Vaterland zu befreien. Ais derVersuch mißlang, stand er alle Marter» der Tortür ruhig aus undbiß sich endlich selbst die Junge ab, um nicht die Sache und dieLheilmhmer an derselben zu verrathen. 2. Zeno, der Stifterder stoischen Schule (s. d. Art. Stoa). Er war gebürtigaus Citium, einer Stadt auf der Insel Cvpern, ein ZeitgenosseEpikurs und lebte ungefähr rost Z20 bis 260 vör der christlichenZeitrechnung. Sein Vater, ein reicher Kaufmann, hatte von sei-nen Handelsreisen nach Athen die neuesten Schriften , der dasigenPhilosophen mitgebracht, durch welche die Wißbegierde des jungenZeno geweckt und genährt wurde. Aus Begierde, sich weiter aus-zubilden, oder, wie Einige erzählen, durch den Verlust seines Ver-mögens bewogen) widmete er sich zu Athen der Philosophie. Fürdiese Wissenschaft waren damals in Athen mehrere Schulen eröff-net. Zeno hörte zuerst den Cyniker Krates, dann den AkademikerLmokrates. Da ihm keines von den Systemen, mit denen er sichbekannt gemacht Hütte, ganz befriedigend, aber auch nicht ganzverwerflich schien, so bildete er sich ein neues System- das die Män-gel und Fehler der andern vermeiden, das Brauchbare und Gutedaraus aber in sich vereinigen sollte (Eklekticismus). Von demOrte, wo er lehrt«, der Stoa- erhielt sein System in der Folgeden Namen des stoischen. Er trat mit diesem Systeme zu einerZeit auf, wo die Grundsätze der. Epikureischen Scbuie große» Bei-fall fanden, und eben dadurch eher eine Verschlimmerung als Ver-edlung der Menschheit zu besorgen war. Bon allen den Gegnern,welche Zeno's System fand, hat keiner seinen Charakter verwerf-lich machen kötmen. Er war Philosoph nicht bloß in dct LLHre,
47 *