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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zenvbia Zeritgericht 74,

Itsl'sria, seine Disssrt-lüionl Vosilsn«, seine Nachträge zu Fo«rcsti's Istorieo und seine Lebensbeschreibungen des

Sab<uico, Guarini, Davila und der drei ManutiuS, ss wie dieBeitrage, womit er Anderer Arbeiten (z. B. Muratorl) förderte,und sein reicher handschriftlicher Nachlaß, der zum Theil noch jetztder Bekanntmachung werth wäre.

Aenobia (Septimia), eine berühmte, merkwürdige Herr»scherin in der Hälfte des dritten Jahrhunderts, die sich durch vielegroße Eigenschaften, durch männliche» Heldenmuth und einen ho»§ Heu Grad von Klugheit und List über ihr Zeitalter erhob. Sie,

> die Gemahlin des Odenathus, desStiftersdespalmirenksche»

> Reichs in Syrien, übernahm nach dessen Tode im Jahr Christi267 die Regierung und verwaltete sie im Namen ihrer Söhne mitvielem Glücke. Bei her Schwäche-der damaligen römischen Kaiser,die ihr Stolz verachtete, hatte sie sich der Oberherrschaft derselbenenlzogen; sie vergrößerte ihr Reich bald durch beträchtliche Er»oberungen und nahm den Namen der Königin des Orients an»Dem Kaiser Aurelian war es vorbehalten, sie zu überwinden.Nachdem er ihr Heer, welches den hartnäckigsten Widerstand lei»stete, geschlagen hatte, wurde sie endlich selbst in Palmyra be»lagert und alle Hoffnungen eine« glücklichen Ausgangs für sie wa»

s ren verschwunden. Aurelian schickte ihr einen Brief eigenhändig! geschrieben, und versprach ihr das Leben, wenn sie sich ihm erge»

^ den würde. Aber Zenobia verwarf diesen Antrag mit Unwillenund antwortete ihm mit Kaltblütigkeit, daß ihr immer Muth ge«

' nug übrig bleiben würde, um im verzweifelndsten Falle die Stand»Heftigkeit der Cleopatra nachzuahmen. Der Kaiser, hierüber aufsäußerste erbittert, wagte einen neuen Angriff, eroberte im JahreL?Z Palmyra und nahm die Zenobia gefangen. Obgleich nun seineKrieger wünschten, daß er ibr das Leben jetzt nicht schenkenmöchte, so glaubte doch Aurelian, daß solch ein Weib den Todnicht verdiente. Er nahm sie daher mit sich nach Rom und ver-! Herrlichte durch sie den glänzenden Triumph, .den er hielt. Zeno»bia erschien in unbeschreiblicher Pracht, in einem mit Edelsteine«reich besetzten Gewände, und war an goldne Ketten gefesselt, dieihr nachgetragen wurden. Ihr schöner Wuchs, ihre schwarzen,lebhaften Augen und eine majestätische Würde in ihrem ganzen^ Betragen gewognen ihr die Herzen der Römer. Sie erhielt nach-her einen ansehnlichen Strich Ländereien in der Gegend von Li-bur, wovon sie so viel Einkünfte hatte, daß sie ihrem vorigenStande angemessen leben konnte. Ihre Töchter wurden mit denvornehmsten Römern verheirathet, ihr Sohn, Vabollath, erhieltein kleines Fürstenthum in Armenien, und ihre Nachkommenschaftsoll noch am Ende der vierten Jahrhunderts zu Rom geblühthabe».

! Zentgericht. Zent (gewöhnlicher Cent) ist nur noch in

1 Franken und Oberdeutschland bekannt, und bedeutet Gerlchtsbar-§ keit, Gerichtsbezirk; im engern Sinne die höhere, peinliche Ge-j richlsbarkeit. Ein solches peinliches oder A e n tg e rich t war imehemaligen Hochstifte Bamberg,; das Hochstift Würzburg war da-gegen in Zentämter (Gerichtsbezirke) eingetheilt. Da, wo dösZentgericht (Criminalgericht, Halsgericht) gewöhnlich war,wurde es an gewissen dazu bestimmten Tagen von dem Zcntg ra-se» (Criminalrjchter) gehalten. — Die wahrscheinlichste Herrei-