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Zeit an der Luft zersetzt; auch dieser gibt gute Ziegel. So kannman auch Erbe, die aus Alaun Und Kiesel besieyt, zu Ziegelnbrennen; sobald aber Kalk zu dieser, Mischung tritt^ so schmilztim stärkeren Feuer dir Masse zu einer Schlacke. Die Erfahrunghat gelehrt, daß die dauerhaftesten Ziegel aus einer Erde bereitetwerden, welche drei Theile Thon lind einen Theil Kalk enthält.Wird solch eine Mischung einer starken Feuephitze ausgesetzt, sosängt sie an, sich zu verschlacken, und wird dadurch viel härterund dichter, als gewöhnliche Ziegel. Solche halbverschlackte Zie-gel saugen Weinger Wasser ein, und zerfallen also im Winter viel«her, als die gemeinen. Die letzteren nämlich, wie ckan anden Dachziegeln häufig ,genug sieht, nehmen, der beständigen Nässedes Winters ausgesetzt, die Feuchtigkeiten in ihre Zwischenräumeauf. Diese gefrieren, dehnen sich aus, und der Ziegel, wenndas Wasser aufgethaut ist, fällt aus einander. Daher pflegt manin England die gewöhnlichen Ziegel anzustreichen, oder mit einerArt Firniß zu überziehen, damit die Feuchtigkeit nicht eindringenkönne. — Die Erde, welche man zu Ziegeln verwenden will,muß, nachdem sie ausgcgraben worden, so lange als möglich^ derkuft und der Witterung ausgesetzt liegen. Denn die Luft vollen-det die Zersetzung der Bestandtheile der Erde; sie macht, daß dieZicgtlerde sich leichter krümelt, oder selbst in Staub zerfällt; dasLetztere ist aber nothwendig, wenn man gute Ziegel haben will.Man könnte dies noch dadurch befördern, wenn man die Ziegel-erde in einer Stampfmühle zerkleinern und zu Pulver zermalmenließe. Weil an vielen Orten in Deutschland die Ziegelbrennerdiese Siegeln übersehen, sinddt man so häufig schlechte Backsteine.Wenn die Lehmerde hinreichend zerkleinert und gleichkam gepul-vert ist, so muß sie zunächst mit Wasser zu einem steifen undgleichmäßigen Teich verarbeitet werden. .Hierbei kommt nun allesdarauf an, daß man weder zu viel Wasser nehme, noch auch ei-nige Theile unangefeuchtet lasse. Der letztere-Fehler ist dann un-vermeidlich , wenn die Ziegclerde nicht lange genug an der Lustgelegen und nicht gehörig zerkleinert ist. Wö man den Arbeits-lohn scheut, oder wo die Arbeiter nicht unter gehöriger Aufsichtstehn, fällt es oft vor, daß aus diesem Grunde die Ziegel nichtordentlich durchbrennen, und also leicht.in Stücke zerfallen. DaSKneten dieser Leichmaffe wird gewöhnlich von Menschen mit ihrenFüßen verrichtet. An manchen Orten läßt man es auch durchPferde thun, Aber das Beste sind Wohlfeilste würde eine Ma-schine seyn, Wie sie beim Maischen in großen Bierbrauereien üb-lich ist, und die durch Wasser getrieben werden könnte. Ist derTeich gehörig geknetet, so geht das sogenannte Ziegelstceichen an.Kies besteht darin, daß matt die Teichmaffen in einfache hölzerneFormen schlägt, und die Oberfläche des Ziegels mit einem Streich-holz^ eben Und glatt macht. .Dieses Formen odek Streichen derZiegel geht gewöhnlich den Arbeitern so rasch vott Händen, daß einMann ftden Tag 5000 Ziegel streichen kann. Man kehrt dann dieForm Üm und läßt die nässen Ziegel in Reihen auf langen Bre-ie rn liegen. Sind sie hinlänglich trocken, so werden sie umge-wandt, und endlich i» lockeren Wänden aufgethürmt, die manmit Stboh deckt, »m den Regen abzuhalten. An dieser Lage läßtman sie stehen, bis sie so trocken sind, als sie in freier Luft wer-den köktnen. Mancher Thon enthält zu wenig Sand; dann wer«