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den die Ziegel beim Brennen so sehr zusämmenschrumpfen,daß sie ihre Form verlieren und von einander platzen. Umdies zu verhindern, setzt man solcher Erde wohl den fünf-ten oder sechste Theil Sand zu: doch darf derselbe nicht zufein, sondern muß so grob sey», daß man die einzelnen Stück-chen mit bloßen Augen wohl unterscheiden kann. Flüßsand paßthierzu am besten. Nimmt man aber zu viel Sand, so wirddie Stärke der Ziegel dadurch vermindert. In London mischtman noch mit der Ziegelerbe ein Drittel Asche von den öffentlichenZruerplätzen in der Stadt. Diese Asche besteht größrcntheils ausunverbranntem Kohlengestübe. Wenn solche Ziegel gebrannt wer-den, so fängt dieser Kohlenstaub Feuer und brennt, obgleich »ehrlangsam. So braucht man weniger äußeren Feuerstoff bei dieserOperation. Ein Haupterfoderniß zu guten Ziegeln ist, daß sievor dem Brennen hinlänglich ausgetrocknet seyen. Wollte mansie brennen, wenn sie inwendig noch feucht sind, so würde dasWasser, durch die Hitze in Dämpfe verwandelt, die Massen zumZerplatzen bringen. Daher trocknet man die an der Luft schon ge-trockneten Ziegel oft noch dci gelindem Feuer, ehe man sie in denOfen bringt. Freilich hängt das Wasflr der Thonerde so fest an,daß es auch durch die stärkste Fcucrhitze nicht ganz davon zu tren-! nen ist, aber, wenn seiner eine möglichst geringe Menge ist, so» macht es mit der Alegelerde eine durchaus feste Masse aus, dienicht leicht mehr Feuchtigkeit anzieht. — Der Ziellosen wird ge-wöhnlich ganz einfach erbaut: man macht ihn ungefähr zwölf Fußhoch, fast eben so lang und-breit. Die Wände, ungefähr ei-nen Fuß dick, neigen «ich nach oben schräg gegen einander. DieZiegel kommen auf flachen Boden zu stehen und werden, bei jedemBrennen'etwa 15 bis 20,000 an der Zahl, mit alten Dachziegel»bedeckt. Dann wird Reishol; zuerst angezündet Und zwei bisdrei Tage lang ein mäßiges Feuer unterhalten, bis dcr anfangsschwarze Rauch anfangt, durchscheinend zu werden. Dies ist eiirZeichen, daß die Ziegel hinlänglich trocken sind- Run setzt mairdas Ofenloch mit Ziegeln und Lehm so weit zu, daß nur noch eine^ Öffnung zu ein paar Scheiten Holz oder zu einem Bündel Reisig> übrig bleiben. Dann wird dieser Feuerstvff hineingebracht, an-gezündet und das Feuer so lange serstäkkt, bis die Flamme obertaufschlägt, und die Bogen anfangen weiß zu werden. Nach Und§ nach vermindert man dann das Feuer, und läßt es ungefähr nach» 48 Stunden endlich ausgehen. I» Schweden pflegt man auchSchlacken aus den Eisenhütten unter die Aiegelmasse zit werfen,wodurch sie natürlich noch viel dauerhafter wird. Man kann stattdessen auch klein gemahlene alte Ziegel oder gestoßenes Glas hinzd-thun, wodurch das Verschlacken befördert wird. Die Farbe deiei fertigen Ziegel beweis» nicht immer ihre Güte, Die englisches,
! Ziegel sind hellgelb und etwas bräunlich, welches wahrscheinlich! von der Steinkohlenmaffe berrührt, die mit den Eisenkalken vet«
^ mischt eine gelbe Ocher darstellt. Denn Eisen ist in der meist?»
- Ziegelerbe. Die Gewalt des Feuers verkalkt dies, und es karinkilln, nach der Verschiedenheit der beigemischten Stoffe, mancher-lei Farben geben. Die Alten kannten schwimmende Ziegel, dieunter andern Plinius erwähnt. Er sagt, sie würde« in Spancea*nd Kleinasien aus einer Art Bimsstein gemacht/ und sänLtn im