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renken Hindernissen und dem Mangel aller äußern günstigenVerhältnisse zu kämpfen. Das Schicksal, äder zu gründlichund weit angelegte Vorbereitungen das Leben verfließe» zu sehen,ohne an das Hauptwerk desselben zu kommen, theilt Zoega mitvielen großen Gelehrten. Keine feurige Ruhmliebe trieb ihn zuseinen Arbeiten an, er hatte stets den Hang, nicht unmittelbardas größere Publicum zu berühren, sondern lieber nur von weni-gen verwandten Geistern verstanden zu werden. Er sprach nievon seinen Planen, sondern erwähnte seine Arbeiten und Schick-sale erst, wenn sie fertig und abgerundet hinter ihm lagen. Erwurde von dem dänischen Hof zu dessen Generalkonsul in dem Kir-chenstaat ernannt; wenige Lage nach seinem Tode kam das Diplom,welches ihn zum Ritter des Danebrogorbens ernannte, in Roman. Er war Professor der Universität Kiel und Mitglied derAkademien zu Eopenhagen, Göttingen, Berlin, Siena, Florenz,Rom rc. Eigentlich gehörte er Rom an, wo er allein den ihmangcmeßnen Wirkungskreis finden konnte. Zoega starb den 10.Febr.' igoy an einem Nerven - und Gallenfieber, tief betrauert vs»allen, die ibn kannten; er wurde in der Kirche S- Andrea bell!Fratte begraben. Der Secretär der italien-schen Akademie Eign.Thiobaut de Berneau entwarf eine Lobrede Zoega's, die genaue Re-chenschaft von seinen Werken gibt und iMy in Paris herauskam.Sein großer Landsmann, Ritter Lhorwaldssn, zeichnete den edle»ausdrucksvollen Kopf Zoega's, und dies Portrait findet man nebsteiner kurzen von F. A. Visconti geschriebn«! Biographie Zoega'i,dessen ,, 8 ->»ili'i 1 i«vi" beigefügt. VVI.
Aoilus, ein griechischer Rhetor (s. d. Art.), gebürtig auiAmphipolis, einer Stadt in Thrakien, lebte zu den Zeiten desägyptischen KönigS Pkolemäus Philadelphus, ungefähr 270 Jahrevor Christi Geburt. Er ist bloß durch seine hämischen Kritiken derWerke des Plato und besonders der Gedichte des Homers bekanntoder vielmehr berüchligt worden; wegen der letzter» wurde er dieGeißel des Homers (Hornerouvasrix) gen.nnt, Von seinenSchriften ist jedoch nichts auf die Nachwelt gekommen, und derVerlust derselben scheint nicht zu bedauern zu seyn. Er kam nachAlexandria und überreichte dem Prolemaus seine Kritik der Home-riichen Gedichte, weiche aber dieser Freund und Beschützer derWissenschaften m.t Unwillen zurückwies. Als Zoilns ihn nachhfium eine Unterstützung bat, gab ihm der König die bittre, ab»verdiente Antwort: „Da Homer noch lange nach seinem Todes»vielen Menschen Verdienst und Unterhalt (nämlich durch das Ab-schreiben der Gedicht«) verschaffte, so würde es dem Kritiker, brkmehr Geist als Homer zu haben glaubte, leicht werden, sich >«!>">Unterhalt zu verschaffen." Auch der Lehrer deS Zoilus, Polykn-tcs, hatte, wie die alten Schriftsteller erwähnen, eine Schmäh-schrift gegen Sokrates herausgegeben. Zoilus wollte sich auszeich-nen, that es aber auf eine für ihn nickt vvrtheilhafte Art.ging in einem auffallenden schmutzigen Anzüge einher, widersprachAllen und redete von Jedermann Böses. ,,Ich rede von alle»Leuten Böses," anlwortere er einst auf die Fraae, warum er »Ithäte, „weil ich selbll nicht so viel Böses thun kann, als ich tWmöchte." Zur verdi-nten Strafe bezeichneten die Alten jeden Ha-rnischen, schmSbiücktigen Lädier m»t dem Namen Aoilus.
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