der größere» ober geringern ProductivitLk beS Lande-, Unter dieAusfall-nheiten der Bevölkerung gehört auch, daß das vom Landge-richt Roveredo durch die zunehmende Seidenfadrication 1706 nschtvolle 7200, und l8«6 über 21,000 Seelen zählte. — 1807 warenunter 21,220 Geburten 541 uneheliche, in Jnsbruck das sechste,im Landgerichte Kinstei» schon das fünfte Kind ein uneheliches;ein jedoch höchst unzuverlässiger und mangelhafter Sittlichkeits-meffer» Das ganze Land scheidet die Natur, zu geschweige:! meh-rerer andern großen und Seitenthäler, vorzüglich m zwei Haupt-thäler, gebildet von den zwei Hauptflüssen des Lande«, von demJnn und von der Etsch. — Der aus Graubünden herüberret-tende I n n wird nördlich durch eine Kalkgebirgskette vonBayern geschieden, südlich begleitet ihn ein vom hohen Alpensteckedes Gotlhard ausgehender Eranitrücken, über diesen bildetdas Thal derSin, vom Brenner nordwärts, und der Eisacksüdwärts wieder die Linker der Heerstraße und der Verbindungzwischen dem Süden und Nordens — Die Sill mündet sich inden In», der Eisack in die Etsch, also daß merkwürdig genugdar Posthans auf dem Brennet! seine südliche Dachtraufe in dasadrialifche, die nördliche in das schwarze Meer ergießt! — DieRicnz und die Dran bilden das Pusterthal. — Der obersteTheil des Lcmfes der Etsch heißt das Bintschaau. DieBrenta bildet das Bas Sugan, die Sarca das Thal Judica»rien, und tritt aus dem Gardsee als Mincio hervor. — DerFleiß und der Ersindungsgeist der Einwohner besteht elmn hartenj Kampf m't dem stiefmütterlichen Boden, und rucht ohne Erstaune«ist es wahrzunehmen, wie der deutsche Lyroler die durch Som-mer- und Hcrbstregen abgespülte Erde im Frühling auf dem Rü-cken wieder auf seine Hügel hinausschirppt, wie er die vonWaldströmen mit -Steinen und grobem Sande überschüttete Erdedurch vierfaches Umwenden wieder gewinnt, wie er jedes FleckchenErde, sey eS auch nur auf einem vom Gebirge in die Ebene hec-adgeschleudercen Felsstücke, zum Gras - oder Maisbau benutzt, dieungeheuren Steinmauern wider dir Wuth der Bergströme, dieMehrere Stunden weit geführten Wasserleitungen, die unglaub-liche Schnelligkeit, mit welcher Acker und Wiesen und Dörfer all-dem Schutt« von Bergstürzen und Erdlavinen wieder erstehen! —Eben die Seltenheit guten Bodens ist die Ursache, daßnirgends Brache- besteht. Die vielen natürlichen Weide-plätze machendes dem Bauer möglich, eine so große Anzahl Liehzu halten, als er zur jährlichen Düngung seiner Felder nöthigHot. Meist wird durch drei Jahr« mit dem Bau der Ketraidear«tm abgewechselt, und im vierten der Ackergrund als, künstlich«Wiese benutzt. — Die Verschiedenheit der Lage und des Bodensgibt trotz des ungemeinen Fleißes sehr verschiedene Resultate, säerlaubt an verschiedenen Orten des Oberinthales die hohe Lag«die Wintersaat nicht, das Sommerkorn gibt den Saame« meistnur wter- höchstens sechsfach wieder, südwärts doch auch sieben«dis achtmal, da« türkische Korn hundertfach, dafür nnßräth es»der gewöhnlich jedes dritte oder vierte Jahr. Mit KornsirohDird gefüttert, und Nadelholz, Stroh vom türkischen Korn demRieh untergestreut, auch wohl Binstnstroh, weßhalb in einige«Etschgegenden dm Erhaltung der dortigen Moräste sogar ge-knirscht wird. Das Verhältniß der verschiedenen Gstraidearte«
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