yrr Verfassung
men der Frankenbundes Im I. 70 nach Christo entstand. Endlichder Sachsenhund, bei dem der Stamm derCherusker das ausschr.i-ende Volk war. Als an der Spitze des Frankenbundes das Hansder Merov'nger blühte, dehnte dieser seine Eroberungen nachaem Main hin und nach Thüringen und der Weser hin aus, undals dieses Haus durch den Major Domus gestürzt worden, als die-ser die Krone auf den Degen stellte, fand Deutschland endlichjene Einheit, nach der Hermann 800 Jahre früher vergeblich ge-strebt. Carl war der große Germane, der den alten Thron derCäsar?» bestieg und als Kaiser alle Gauen Deutschlands zu einemReiche vereinigte. In zz jährigen Kriegen hatte er den Sachsen,vund zertreten und unterjocht, und so Deutschlands Einheit mitdem Schwerle erzwungen. — Will man von Staatsverfaffung re-den, so ist es am besten, daß man vorher sieht, wie die Staa-ten wie die Menschenvereine entstehen, man erkennt dann amieichtesten, welchen Gesetzen diese Vereine ihrer innern Natur nachfolgen müssen. Das Meiste hängt von der Größe desselben ab,und indem ein kleiner Staat andere Einrichtungen hat, wie eingroßer, so kann man deßwegen noch nicht sagen, daß diese unver-nünltia sind. Aus diesem Gesichtspunkte muß man die Slaats-einrichtungen des Mittelalters beurtheilen, welche für ihr« Zweckesehr gur eingerichtet waren, und die nur manches Unbequeme hat»ten, weil sie alle aus einer Menge kleiner Staaten zusammenge-setzr waren, die alle souverän waren. Die ganze Einrichtung warauf den Krieg berechnet, der von allen alten Völkern als der Na-turzustand des Menschen angesehen wurde, wo hingegen der Friedenur die Ausnahme sey. Um den Krieg glücklich führen zu kön-nen, um Freiheit und Eigenthum zu erhalten, vereinigten sichmehrere Familien zu einem Geschlechte, mehrere Geschlechter zu ei-nem Stamme, mehrere Stämme zu einem Volke, Im Kriegewurde Alles an Alles gesetzt, und das Volk, welches geschlagenwurde, verlor Freiheit und Eigenthum. Die Sieger, die bei die-sem Kriegsspiek« ebenfalls Alles an Alle- gesetzt, theilten die Beuteund di» Wohnsitze des unterjochten Volke«. Gewöhnlich nahmensie die Hälft« oder ein Drittel aller Ländereien für sich, und di«übrigen überließen sie wieder an die unterjochte Nation gegenIins.Die Ländereien, welche sie für sich nahmen, gehöaten nicht demEinzelnen, sondern der Gesellschaft, dem Staate, welcher sie anEinzelne zu Lehn überhicß. Auf diese Weise entstanden bei denRömern die großen G-meineacker von Hunderten und Tausen-den von Quadratmrilen s>x«r xudäicue), der nachher die Veran-lassuüg zu dem agrarischen Gesetze wurde, welches den Gracchenfallend so großen Ruhm verlieh. (G. d. Art. Gracchen.) So nah-men die Franken, als sie Gallien eroberten , den dritten Theilaller Ländereien für sich, welche nun dem Hrankenstaatc gehörte»,und die dieser auf Lehn gab, so daß der, weicher Ländereien vornStaate zu Lehn hatte, gehalten war, auf seine eignen Kosten in«Feld zu rücken, sobald der Lehnherr ihn rief. Die Franken warenkein einzelnes Volk, sondern ein Verein von Völkerschaften, dieder Frankenhund gestiftet, an deren Spitze die Edelinge und Gra-fen standen, welche nun fortwährend kleine Staaten bildeten, diealle souverän waren, und die, wenn sie eben keinen auswärtige»Feind hatten, gegen dm sie sich vereinigten, mit einander Kriegeührten. Als das Haus der Karolinger gefallen und Hugo Eapet