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Zenhter Band. To bis Z.]
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Verfassung 8rz

zu Anführern und Richtern gewählt wurden. D-eses war eknBauernadel, so wie in den Cantonen Schweiz, Uri und.Unterwäl-den die Herren von Attinqhauscn, von Reding «. s. w., dieseit langen Zeiten zu Landammännern von den andern gewähltworden, weil sie zu den Meistbcerbten gehören. ^ Bei dc» Franken,die nicht wie die Sachsen auf geschloffn neu Höfen wohnten, sondernihren Boden nach Belieben theilten, beruhte der Adel auf derKriegsebre und auf adeligem Grundbesitz — auf der Allode. EinAdel ohne Grundbesitz ist heimathslos und irrend. Ein heimath-licher H.-den muß vorhanden seyn, au! dem dgS Geschlecht wurzeltund fortlebt. Als die Kranken Gallien erobert hatten, ent-stand eine neue Art Adel. Die siegende Ration wird immer küredler und tapferer gehalten, als die besiegte, wert man geradeder größeren Lavferrert den Sieg verdankt, der als ein Gottes-urtheil, über Herde Nationen gerichtet hat. Jeder Franke war rmVergleich mit dem unterworfenen Gallier ein Edelmann. In Hin.ficht der Volksmenge mochten die Franken vielleicht nur ein Zehn-tel von der Volksmenge der Gallier seyn, und sie konnten daher täg-lich als die Edelleute unter ihnen wohnen. Als beide Rationenmehrere Jahrhunderte vermischt gelebt hatten — als sie dieselbeSprache redeten — die linKua romrrn-, rusric»— und'vieifach durcheinander geheiratbet, so wurden einzelne gallische Familien gegeneine Abgabe akr den Staat in den Grand der Franken aufgenom-men. Diese Ceremonie hieß alkrancirir und war eine Art Adeln.So wie überall die L.-rritorialhoheit mächtig wurde, Und diese imLande durch ihre Beamte herrschte, so entwickelte sich eine neueArt Adel, der Dienstadel. So ist in vielen Ländern der Ge-heimerath adelig, so wie auch der Major, wenn auch beide bür-gerlichen Ursprungs sind. EarfPcr Große hatte den Grund zumDienstadel gelegt, indem alle seine Kronbedienten als adelig be-trachtet wurden, und es auch wohl größtentheils durch ihre Geburtseyn mochten. 'Sein Graf foomes), sein Sendgraf (miesrrs),sein Markgraf bildeten bald mächtige Vasallen der Krone, undaus diesem Dienstadel entstanden die nachberigen großen Dynasten-HLuser Deutschlands. — Den richtigsten Begriff oom Adel erhältman, wenn man sieht, wie er sich in allen europäischen Ländernentwickelt und gebildet, und wie er , sich überall anders gebildethat und überäll der Zeit gemäß. Ist die Regierung in den Hän-den des Adels, wie z. B» in Venedig, in Genua und in Rom inseiner zweiten Periode, so ist der Staat eine Aristokratie, einWort, welches au- dem Griechischen stammt, und das eint Mtzie-rung der Besten, der Vornehmsten bezeichnet, zum Unterschiede vonDemokratie, wo alle Bürger ohne Unterschied an der RegierungTheil nehmen. —DieÄtonarchie hingegen W die RegicrungstorM,

> wo alle Gewalt , in der Hand eines Einzigen liegt; 'in der Handdes Fürsten oder des Königs. Sie ist erblich, wenn ein regieren-des Geschlecht vorhanden, aus dem der Monarch nach dem'Äechteder Erstgeburt den Thron besteigt, so wie.er durch den Tod seinesVorfahren erledigt worden. Die erbliche Monarchie bat den Vor-zug mit der Aristokratie gemein, daß der Monarch adelig ist, daßer einem Geschlechte angehört, und daß sich in diesem Geschlechtegewisse Grundsätze, gewisse Maximen fortpflanzen, welche oom Va-ter auf den Sohn vererben., und als beständige Kröß»n aus einemJahrhunderte in das andere hereinwirken, Und dem Staase da»