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Zenhter Band. To bis Z.]
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walt wegnehmen, also darf ich nicht ein gleiches Verkaufs - oderBeroieifältigungSrecht mir anmaßen, weil ich sonst mit mir selbstim Widersprüche seyn würde. Ich würde dem Eigenthümer oberVerleger eines Geisteswerkes sein Ekgenthumsrccht und die alleinigeBenutzung desselben zugestehen, und doch diele durch die That selbsthindern oder unmöglich machen. Daher ist denn auch wohl derNachdruck bei weitem von den meisten Gesetzgebungen gebildeterVölker an sich für etwas Unerlaubtes angesehen" und ausdrücklich,wenn gleich unter gewissen Modifikationen, verboten worden. Der-gleichen Modifikationen aber krnn die Staatsgewalt alttrdingSeintreten lassen, weil ihr das Besugniß zugestanden werden muß,zu bestimmen, wie weit der Einzelne zum Besten de« Ganzen sichin der Ausübung seiner natürlichen Rechte beschränken soll. InDeutschland besteht noch kein allgemeines Gesetz über den Nach-druck, doch ist zu erwarten, daß ein solches durch die hoheBundesversammlung zu Stande kommen werde, übrigens ist auchaus den oben angeführten Gründen' der Nachdruck fremder, d. h.rm Auslande verlegter Werke eigentlich unerlaubt und widerrecht-lich, wenn er auch minder schädlich wäre, denn die Bernunftrechte,oder diejenigen, welche sich unmittelbar aus der Anwendung na-türlicher R-chtsprincipien auf LeLensverhaltnisse, welche allen ge-bildeten Staaten gemein find, ergeben, müssen auch von den Bür-gern dieser Staaten gegen einander geachtet werden. Das Rechtder Wiederv-rgeltung ist nur eine erlaubte Vertherdigungsmaßre-gel, anzuwenden, um eine» dauerhaft rechtlichen Zustand wiederherbeizuführen. — Ist der Nachdruck an sich widerrechtlich, sokann von dem Nutzen seiner Zulassung für den Staat vernünftigerWeise nicht die Rede seyn, denn das Widerrechtliche oder Uner-laubte ist nie nützlich, höchstens scheinbar auf einige Zeit. Eineder besten Vertheidigungen des Nachdrucks ist die von dem.bayerschcn Regkerungsrath Krause unter dem Titel: Über Bü-cher nach druck, Stuttgart bei Maklot. Für da« Gegentheilgibt es eine große Menge von Schriften, welche größtentheils inder Lrauseschen Abhandlung angeführt find,

Vers, Versmaß, Berskunst. Zuvörderst verlangtdie Vieldeutigkeit der Worts Vers eine Vorbemerkung. Vom la-teinischen Wort vei-tei-o, drehen, wenden, kehren, ent-sprungen ist A ers überhaupt -ine in" sich beschlossene, innerhalbbestimmbarer Gränzen gezogene, sich gleichmäßig wiederholende Li-nie; daher Zeile, Furche, Reihe. Im technischen Theile derPoesie wird Vers die Gestalt für den innern Sinn genannt, wel-che der Laut durch gesetzliche Bewegung und Maß gewinnt, oder .eine Rsthe, ein Ganzes metrisch gegliederter Rhythmen. Alsosind Rhy'hmen dessen Entwickelung in Bild und Gegenbild, (s. d.Art. Strophe und Rhythmus); Metrum oder Tact dessenMaß und Degränzung. Er ist mitbin das höchste Gebild derTsn-sprache und elemenkarisch bereits in den Vocalen angekündigt. I»modernen, d. i. gccentuirenden, Bild und Gegevbild nicht durchLänge und Kürze, sondern Accenr und Aecentlofigkeit der Sylbenunterscheidenden Sprachen ist der Reim, als Gleichlaut der Tönein Sylben, gesteigerte Mit?ration und Assonanz, ein vorschlagen-des und intensives Moment des DerseS. Auch das Ganzt so ver-bundener Verse heißt wiederum BerS, wie man von Liederverlenspricht, wofür freilich besser wäre, Strophe, Stanze, Gesatz öder