Vers 829
Absang zu sage». Eben so hat da« Wort Versmaß, welche«für Metrum gebraucht wirb, eine mehrfache Bedeutung. Einmalnämlich ist er da« VerhLltnißmaß der Lrsis und Thesis, oderdes Bildes und Gegrnbildes (s. Strophe). Mit erweiterterrhythmischer Form aber wird das Hauptmoment der metrischen Pe»riode, der Fuß) BersmeK. Endlich wird dse metrische Periodeselbst noch mehr erweitert Maß des B-ries. Berskunst istdie.'Anwendung dieses Maße«. — Da bereirS in den anbohrtenArtikeln hinlänglich/so weit es die Gränzen diese« Werks gestat-ten , über das Wesen des Rhythmus und Metrum gesprochen wor-den ist, so ist eine Wiederholung überflüssig. Eben so wenig kannhier von dem Folgerichtigen, in den Iahten Zwei und Drei, oderim Geraden und Ungeraden liegenden Princip der Reimstellung ge-,handelt werden. Wir erinnern nur kurz, -daß Rhythmus ohn«Tact nicht denkbar sey; daß es geraden und ungeraden Tact gebe,mithin .dreierlei Metra, das spondeische wrr Zwei- oder Bier-vierteltact; k>. das molossische — schweren Dreivierteltact r0. das trochäische^w leichten Sechs- oder Neunachteltact.. , DieVersarten in ungeradem Tact sagen mehr dem Antiken, die ingeradem mehr dem Modernen zu. Die alten Grammatiker maßennach Fußen und wurden dadurch zu manchen Irrthümern verleitet.Denn Fuß ist nur Form eines einzelnen Hauptmsments der metri scheuPeriode (des Tactes), oder prosvdisch; Composition (s. Rhyth-mus), dessen vcrhältnißmäßiger Gehalt eben erst rhythmisch undmetrisch bestimmt zu werden verlangt, also erst an diesen meßbar,,nicht aber ihr Maß ist. Dies Maß führt nun aber auf eine, frü-herhin ganz unbekannte, oder doch mindestens nur dunkel und ver-worren gefühlte, obgleich in der Toniprache aufbewahrte, dretzci-tige Sänge, wie auf einen doppelten, nämlich leichten, dem drei-zeitigen, und schweren, dem geraden Tact angehangen, Dakty-lus. Diese von dem gründlichen Kenner Apel gemachte Entdek-kung mußte, zumal für cccentutrende Sprachen, von wichtigenFolgen seyn, indem damit die Gebiete des Prosodifchen «na Me-trischen schärfer abgemarkt, aber auch innerhalb ihrer selbst genauervermessen und bestimmt wurden (s, Prosodiel. Die Gramm»,tiker dagegen, deren Fuß nur e,n.Sylbenhauswerk war, suchte»,um das Maß zu bestimmen, einen Grund- und Hauptfuß), derim Ganzen waltete, auf. Da sie nur Lang uno Kurz, nicht »derdas Wie lang und Wie kgrz kannte», dies aber gerade, nämlichdas verschiedene.Verhältniß, auch Verschiedenheit cer Bewegunggab, so entstanden hieraus allerlei Willkürlichketren, Vrrkennun-gen und Verwirrungen, welche zu Gesetzen erhoben wurden, wo-durch die Wahrnehmung des Rhythmus nur mehr verdeckt und er-schwert wurde. Mißt man dagegen, wie es das Ohr und dieseine Rechte behauptende folgebestanl-ige Wissenschaft federt, mu-sikalisch unv tactmäßiq, so sucht man die regelmäßig wiederkeh-rende metriichc Periode auf, scheidet sie von ihrem Auftact undgewinnt so die Melodie des B-ries, >ws sich denn der prosodischeSylbengehalt von selbst zum rhythmischen und metrische» steigert.Wie denn nun das W->hrr in mancherlei Berrückungen und Ent-stellungen dennoch mindestens als eine Ahndung leise berührt undleitet, so, erging es auch hier. Es galt freilich nur als Herkorn.
> men und Überlieferung, daß Verse entweder nach Fußn» oder nachDoppelfüßen (D-podien) gemessen werden müssen — die trixodische,