Aegyvten 33
lug Sitz einer hohen Eultur, ein Land voll Wunbsrschöpfimgenus, menschlicher Kraft und Intelligenz , und fortwährend der Gegn-ern stand der rntereffantesten Forschungen; jetzt eine türkischerü-Provin;, kaum zum stiften Meile angebaut, aber in der>on neuesten Geschichte berühmt geworden durch den denkwürdigen Ber»ern such, welchen der französische Feldherr Bonapatte auf seinen, Grundund Boden unternahm, und seit jener Periode der Kampfplatznk- zwischen den herrschenden Muselmännern und den stete sich empö-hte rendeu Mammelucken -Bey's; ---regiert durch einen vom Großsultairäen bevollmächtigte» Pascha und dessen Unterstatthalter, oder (wie insaß Ober-Ägypten von unabhängigen Schachs: — liegt in Rord-zen Afrika, zwischen dem 22. bis A2. Grad nördlicher Breite undleit dem 45» bis 52. Grad östlicher Länge, gränzt gegen Norden an>on da« mittelländische Meer, gegen Osten an Arabien, womit eSjen durch die Landenge von Suez zusammenhängt, und an den ara-icht bischen Meerbusen; gegen Süden an Nubien, gegen Westen ange- Barka und die große Wüste; hat ungefähr goov Q. -R. (nachsie Andern 6250 und fl7yZ) Flächengehalt, und nur drei bis vier(ö- Millionen Einwohner, Die Geographen unterscheiden Ober»,ft- Ägyyten oder Gayd, Mittel-Ägnten v'ser Wostani, und Rie-ihr der-Ägypten oder Bahr, welche wieder in 80 Provinzen einge»sie theilt sind, deren jede von einem Bey regiert wirb, und die zu-ist- sammen etwa 2500 Städte und Dörfer enthalten. - Drei Ge»di« birgsketlen lausen durch das Land, aber nur ein Fluß, derII. Nil (der blaue Strom, der Ugyptvs deS Homer), durchströmtag- es von Süden Nach Norden,„der in Abeffynien seine Quellen bat,E an der Gränze von Nieder-Ägypten sich in zwei Arme theilt undna- in sieben Mündungen, durch welche das bekannte Delta (eä) ge»icht bildet wird, mit dem mittelländischen Meere sich vermischt. Die„i- merkwürdige Erscheinung, daß dieser Strom reqelmäßig in der letz-ia§ ten Hälfte steigt, so daß er bis in die Mitte des Augusts eine Höheda- den 16 Ellen erreicht und endlich, im December, bis zu 22 Ellenu,a anwächst, ist für das Land von den wohlthätigsten Folgen, da erkte es in einem Umfange von drei Q. M. bewässert und düngt. Diesezen Erscheinung sucht ihren Grund in den sechs Monat« dauerndenate tropischen Regen (m. vergl. Afrika) und hat, außer jener öko-nes "Eschen, „och die wohlthuendcre Wirkung, daß das Wasser alleier- ungesunden Dünste.«„schluckt und mit sich fortnimmt, so daß mitxz- bsm Anfange der Überströmung die Pest, welche von Constan-de- tmoxel aus bis hierher „sich fortpflanzt, gewöhnlich üufhört. —E Außer diesem Flusse hat Ägyten in seinem obern Lhekle „och deu,ich, ^ Meilen im Umkreise haltenden, aus dem Alterthume brrühm-Lie ^5 See MLris, jetzt Wirket - Karum, dann den Marint-, denModie-, den Mensale-, den Salz- oder Natron-See. --- Dasb Clima, sehr heiß und nur in Nieder-Ägypten gemäßigter, er-och gute und prächtige, da« üble und schreckliche in gleichem
mit Bei den üppigsten Vegetationen Und einer wuchernden
der,»t»chtbarkeit stnd der Samum (Ehamfln)» dieser furchtbare Süd->iae ter in der Regel nach den ersten 50 Lagen des Frühlings«
äe»weht, die Pest und die Blindheit die Qualen, wcl«' che durch die verzehrende Hitze entstehen ünd genährt werden. Nuröw.'L Jahreszeiten, einen,, Frühling und Sommer, diesen vomuid bis November, hat Ägypten; ein immer heiterer Himmel^ und heiße Lage sinb die Attribute des Sommers; kühle, er»
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