sr Alchymie
scheu find, desto weniger kann er sich Andern deutlich machen, mit sie,desto mehr sucht er dar, war er sagen will, in Bildern aus- fällzudrücken. Späterhin wurde diese mysteriöse Sprache auch deßwe- rergen von den Alchymisten fortgesetzt, um ihre Geheimnisse vor be« hat«»geweihten zu verhüllen. In Ägypten war in den alleräiteste» ElZeiten unter den Heroen auch Hermes, der Sohn des AnueiS, niavon dem viele Bücher mit chymischer, magischer und alchymistische! müWissenschaft herrühren sollen, die jedoch aus späterer Zeit sind. Qr(S. Hermes Trismegistus.) Daher wurde die chymische und alchy- übmische Kunst auch die hermetische genannt. Gewiß ist es, daß du intalten Ägypticr viele und besondere chymische und metallurgische adeKenntnisse besaßen, obgleich der Ursprung der Alchymie nur ungewiß setzbei ihnen zu suchen ist. Unter den Griechen waren mehrere bei gerägyptischen Schriften kundig und in ihre chymischen Kenntnisse ein- Äugeweiht. In der Folge verbreitete sich auch unter den Römern dir waLust zur Magie, zu theosophischen Schwärmereien, und besonders derzur Alchymie. Als unter den römischen Tyrannen echte Wissen- Zeischaften verfolgt wurden, erhob sich um so mehr der Aberglaube daund die Astcrweisheit. Die Verschwendung der Römer i» je»« miZeiten erregte die Begierde nach Gold und nach der Kunst, welch! talihnen dieses unmittelbar und in größter Menge verhieß. Schon alsCaligula stellte vergebliche Versuche an, a»S Opermcnt Hold zs beimachen. Diocletian hingegen befahl, alle ägyptischen Bücher z» duverbrennen, die von der Chymie des Goldes und Silbers Handel- anlen. In diesem Zeitalter wurden viele Bücher über Alchymie ver- gc>fertigt, und fälschlich mit berühmten Namen des Alterthums über- ve>schrieben. So wurden z. B. dem Demokrit, besonders aber du» allHermes, eine Menge Schriften beigelegt, die von ägyptischen, chealexandrinischen Mönchen und sophistischen Eremiten aufgesetzt wo- >niren, und welche, wie dir rsdula Lm.vaKstina, in Allegorien «ist H-mit mystischen, symbolischen Figuren den Weg zur Erfindung dlS m,Steins der Weisen zeigten. Späterhin kam die Chymie und Alchy-mie bei den Arabern sehr in Aufnahme. 2 m achten Jahrhundert lebt! w,der erste Chymiker unter ihnen, gewöhnlich Geber genannt, in des- ichsen Werke von der Alchymie schon die Anweisung zu Quecksilbers- nnreituagen u. a. m. vorkommt. In den Zeiten des MrttelalterS «rhsfieißigten sich die Mönche in den Klöstern sehr häufig der Alch«- tumie, obgleich späterhin sie von den Päpsten verboten wurde. All-i» ununter diefenfekbst gab es einen Zohann XXII-, der, so wie mehre« «iandere vornehme Geistliche, an der Alchymie Geschmack fand. 2 » uivierzehnten Jahrhundert war Lull einer der berühmtesten Alchymist-'"- -oMan erzählt von ihm das Mährchen, er habe bei seiner Anwese»- h"heit in London für den König Eduard I. eine Masse von ZoMPfund Quecksilber in Gold verwandelt, woraus die ersten Rosenod> v»l«S geprägt worden warm. In Venedig wurde 1488 die Alchyast d"verboten. Paracelsus (1525), der auf seinen Reisen viele chymM ^Kenntnisse eingesammelt hatte , gehört gleichfalls unter die beruh«- ss«ten Alchymisten; ferner Roger Baron, Basilius Valentinus und sie« KAndere. Da jedoch geläuterte Chymie und Philosophie anfinge"- mihre Grundsätze zu verbreiten, und mehreren Aufschluß über die E« S*scheinungen bei chymischen Arbeiten gaben, nahm die Wuth zuchymistilchen Träumereien allmahlig ab, obgleich im Stillen ihr neuViele, selbst Große, anhingen, wie wir z. B. vom Herzog ^
Sorl von Laueoburg (1659) wissen, b« dem L. Lunket von Lb««"-