Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Alemannen Alexander der Große 59

00» Alemannen. Mit dieser Benennung, welche so viel wiezu- Alle Mannen oder Allerlei Mannen vedeutet, wrro ein Kriegsblindicht mehrerer deutschen Stämme bezeichnet, die erst zu Anfange deSgt, dritten Jahrhunderts sich dem römischen Gebiete näherten. Ihreßcn Wohnsitze erstreckten sich auf der Ostseitc des Rheins vom Bodensee,icht der Alb und der Donau, bis an den May» und die Lahn; gegener Osten gränzten sie an die Sueven, und oberhalb derselben an dierng Burgunder. Die Hauptvölker des alemannischen Bundes waren diezu- Teukterer, Uspier, Ehalten und Vangwncn. Caracalla focht mit)»n ihnen zuerst am Süd-Rhein <2ii), ohne sie zu besiegen; eben soien Severus. Erst Maximians überwand sie, trieb sie in Deutschlandnes zurück, und plünderte dasselbe (azü). Als sie aber nach dessen Lobe!lb- wieder verhe rend in Gallien einfie:.n, schlug sie Posthumius zu-teil rück, verfolgte sie bis in Deutschland, und befestigte die Gränzelbst mit Wallen und Gräben. Von der Art sind d.e Römerschanzennkt bei Phöring an der Donau, der durch das Hoyenlohische bi» nachßill Larthausen sich hinziehende römische Wall, und der PfahlgrabenUch ?uf der Nordseite des Mains. Die Alemannen lieben aber voncpi ihren kriegerischen Strerfzügen nichc ab, und wurden nach einandervonVollianus, des Posthumius Nachfolger, von Kaiser Probus (282);sie- dann, nach einem bedeutenden Zwischenraum, von Constantinusns- CHIorus zurückgeschlagen. Dieser Kaiser zwang sie zur Ruhe; aber>aß während der Unruhen im Reich, und bis Constanrinus einziger!te, Hsrr der Monarchie wurde, eroberten sie den Landstrich von Mainzals bis über Skraßburg. Endlich würde Julian (Z57) als Cäsar nach

er Gallien geschickt. Er vertrieb die Alemannen wieder, und zwang

ster ^we Fürsten, deren es damals acht gab, um Frieden zu bitten,so -ahre gesaminte Kriegsmacht betrug in dem Haupttreffer! gegen Ju-sich N-voo Mann. Als die Völkerwanderung eintrat, waren die

sen Alemannen unter den Völkern, welche Gallien überschwemmten,ete As verbreiteten sich am ganzen West-Rhein, und in der letztensie- Hälfte des fünften Jahrhunderts über ganz Helvetie». Chlodwig)!» aber benutzte ihre Macht (ggü), unterwarf sie, und entzsg ihnen;en ^bß'» Theil ihrer Besitzungen. Viele flüchteten sich zu Ayeo-

>aS "onch, König der Ostgothen, nach Italien und in die Alpen, dieich meisten aber kehrten in ihr Vaterland zurück.

)o- *AlexanderderGroße, Philipps von Macedonien Sohn,des wsr zu Pclla im I. ggg vor Chr. Geb. geboren. Seine Mutterka- Olympias, die Tochter des Neoptolemns von Epirns. Bon

am sst Natur mit glücklichen Anlagen ausgestattet, kündigte er frühzeii großen Charakter an. Die Siege Philipps betrübten ihn.

em ,'^sln Vater, rief er einst aus, wird mir nichts zu thun übrigstt, g Philipp versäumte nicht, ihm die sorgfältigste Erziehung

ge- Ass" zu lassen. Er gab ihm den Leonidas, einen mütterlichenies ^"wandten, und den Lysimachus, nachher aber den Aristoteles'on, Erzieher und Lehrer. Dieser große Philosoph ließ ihn, vom

ien entfernt, den ganzen Cyclus der men chlichen Kenntnisse durch-

ihn . . so? besonders aber bemühte er sich, ihn in den emem Souve-der Wissenschaften zu unt> reichten, und schrieb für ihn

>aS sebr^bse über die Kunst zu regieren, dessen Verlust wir

ht, born " bedauern haben. Da Macedonien von gefährlichen Nach-

icn des » ^^Eben war, und der Fürst eines solchen Reichs das Opfer

als »er» 7 *!^ "isrden mußte, wenn er sich nicht durch ihn zu erheben

y. > ond; so suchte Aristoteles seinem Zöglinge die kriegerischen Tu-