Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Alexander der Große 61

teten. Ohne Verzug führte Alexander seinen rechten Flügel durchden Fluß, und als er auf diesem Punkt die Barbaren in die Fluchtgeschlagen, eilte er seinem linken Flügel zu Hülfe, und errang auchhier, nachdem er mit seiner Lanze des Darius Eidam, Mithridat,niedergestoßen und sich allen Gefahren preis gegeben, einen voll-ständigen Sieg. Die Macedonier, durch sein Beispiel ermuntert,warfen alles vor sich nieder, und die ganze Armee setzte über denFluß. Die griechischen HüifsvLlker, die, in Phalangen gebildet,noch widerstanden, wurden bis auf 2000 Mann, die in Gefangen-schaft fielen, niedergehauen. Den Gebliebenen hielt Alexander nachdiesem Siege eine prächtige Lvdtenfeier und bewilligte ihren Va-tern und Kindern Vorrechte. Die meisten Stärke Klein - Asiens,und Sardes selbst, öffneten dem Sieger die Thore. Milet undHalicarnaß widerstanden -länger. In alle» griechischen Städtenstellte Alexander die Demokratie wieder her; lös'te bei seinemDurchzug durch Gordium den bekannten gordischen Knoten mit sei-nem Schwerte, und eroberte Lycien, Jonien, Carien, Pamphy«lien und Coppadocien. Aber eine gefährliche Krankheit, die er sichdurch ein Bad im Cydnus zuzog, hemmte seinen Lauf einen Au-genblick. Damals zeigte Alexander die ganze Hoheit seines Cha-rakters. In dem Augenblick, wo sein Arzt, Phiiippus, ihm einenTrank reicht, empfängt er einen Brief von Parmenio, der ihmmeldet, daß Philipp von Darius bestochen sey, um seinen Königzu vergiften. Alexander reicht seinem Arzte den Brief und nimmtin demselben Augenblick den Trank. Sein edles Vertrauen warddurch eine schleunige Genesung belohnt. Kaum hergestellt, rückteAlexander gegen die Engpässe Ciciliens vor, wohin sich Darius,statt seinen Gegner in den Ebenen Assyriens zu erwarten, unkluger^esse mit einer ungeheuren Armee begeben harte. (Bergt. Darius).Bei Zffus, zwischen dem Meer und den Gebirgen, kam es zurzweiten Schlacht, deren Lusgang nicht lang« zweifelhaft blieb. Dieunentwickelten Strcitmaffen der Perser wurde» von den einbrechen-den Maceboniern bald in Unordnung gebracht und flohen in Ver-Nur auf dem linken Flügel leisteten M,o>n Grieche»,uu Selbe des Perserkönigs, längeren Widerstand; aber auch siemußten dem herbeieilenden Alexander weichen. Alexander erbeuteteeund die Familie des Darius. Letztere wurde von ihmauf das «delmüthigste behandelt. Den Darius, welcher gegen denGuphrat floh, versorgte er nicht, sondern begab sich, um ihn vomaüeere abzuschneiden, nach Cölefyrien und Phönicier». Hier bekam" von Darius Briefe, worin dieser auf Frieden antrug. Alexan-°ulivsrtete, daß, wenn er sich zu ihm verfügen wallt«, er ihmMutter, Gemahlin und Kinder ohn« Lösegeld, so»,er,, auch ftj-, Reich zurückgeben werde. Diese Antwort konnte zu kei», ^"sultat führen. Der Sieg bei Jssus öffnete den Macedonier«^ Alexander besetzt« Damascus, wo sich der königliche

"fand, und versichert« sich aller Städte längs des mitteiländr»ib>« ^""s. Lyrus, duich seine feste Lage kühn gemacht, widerstandssber >"<b sieben Monaten unglaublicher Anstrengungenvöllig zerstört. Siegreich durchzog er darauf Palästina,lal «i, alle Städte bis auf Gaza, das initLyrus glsiches Schick-vknUgypten, drs Jochs der Perser müde, ein«stia-n >5 > l'incu Befreier. Er stellte, um seine Herrschaft zu befe-

s » v,e alt»,, Sitten und rstrligionsgebräuch« wieder hex und grün-