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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Algier 67

17Z9 leite Algarotti Abwechselnd bald in Pari«, bald in Sirey beiLer Marquise"du Chatelet, bald in London. In dem gedachtenJahre machte er mit dem Lord Baltimore eine Reise nach Peters-rens bürg. Auf dem Rückwege besuchte er Friedrich II., der damalsgen als Kronprinz in Rheinsberg wohnte. Der Prinz fänd so vieles>, Gefallen an ihm, daß er ihn gleich nach seine? Thronbesteigung z«htt sich berief, und ihn nebst seiner Familie in den Grafenstand er»hob, welche Ernennung nachmals von dem venefianischen Senatbestätigt wurde. Nicht minder schätzte ihn der König August III.heil von Polen, welcher ihn nach Dresden berief, und ihm den Cha-nw rakter eines Geheimenraths beilegte. Er lebte nun abwechselndren zu Berlin und Dresden, besonders an erstsrm Orte, nachdem edund 1747 van Friedrich N. den Orden des Verdienstes und den Kam-. nicrherrnschlüssel erhalten hatte. Im I. 1754 aber kehrte er inies" sein Vaterland zurück, wo er anfangs zu Venedig, nachher zu°°i Bologna, und seit 1762 zu Pisa wohnte. Hier starb er 1764 ander Auszehrung, nachdem er lange an der Hypochondrie gelitten>i§ hatte. Den Entwurf zu seinem Monument, welches auf Fried-3 eit richS II. Kosten auf dem Kirchhofe (Lainxo ssnro) zu Pisa errich-tet wurde, hatte er selbst gemacht. Der König aber hatte dieer«, Inschrift darauf setzen lassen, welche nach einer durch des Grafen" 4 ° Bruder vorgenommenen unschicklichen Veränderung des Ilox inmagaiur also lautet: ^slAarotco Ovillii aeinulo, bleuronl äis-ste» elpalo, kUllericiis inaAnus; und darunter: Ilic jacor IV.dm noir oinnig. In jener Inschrift ist auf Algarotki'S

m!> berühmteste Werke, seinen Öon^reseo lli Licor» und seinen bleir-tcd tc>n 1 ai,i,iiio hingedeutet. Unstreitig gehört Algarotti zu den aus-de» gezeichnetsten Männern aus dem Jahrhundert Friedrichs II. SeineM Kenntnisse waren weit umfassend, und in mehrern Fächern gründ-u»> lich. In Ansehung der Mahlerei und Baukunst gehört er zu denua> größten Kennern in Europa. Viele Künstler sind unter seinerLeitung gebildet worden. Er selbst zeichnete und ätzte mit vieleriw Geschicklichkeit. In seinen Merken, welche von dem mannichfaltig-de« Hen Inhalte sind, zeigt sich überall Witz mit Scharfsinn gepaart,eh seine Poesien, sind voll Anmuth und Feuer; und seine Briefe gehö-»> ren zu den schönsten, welche die italienische Sprache auszuweisen»ll hat. Unter seinen ropr» le belle all! sind die Versuche

? Aer hie Mahlerei die wichtigsten. Eine vollständige Angabe seinerdi- Werke würde hier zu weit führen. Es gibt mehrere Sammlun-rr«- gen derselben, die neueste ist zu Venedig 1791 bis 1794 in 17 Bän-u>>> den erschienen.

HAlgier, eine von den drei nordafrikanischen Republiken-e>! Algier, Tunis und Tripolis. Es liegt westwärts von Tunis,ams^^kelländischen Meere und begreift 91x10 Q. M. Mehrere Aste^ ^tlas, deren höchste Gipfel beständig mit Schnee bedeckt sino,hssschschneiden das Land. Bon diesen laufen verschiedene, zum" d x e . ansehnliche Ströme nach dem mittelländischen Meere. Die'st gesund und angenehm, im Sommer aber, bei wehendena, I^.winden, zum Ersticken heiß; der Boden an deß Küsten undni - äußerst fruchtbar, Land einwärts aber gegen die Wüste

u» zu, immer sandiger und wilder. Die natürlichen Producte sindüberall in Nordafrika; eben so auch die Bewohner, wel-Mauren, Beduinen, Berbern, Juden, Negern, Christen" sesiehen. Der Staat wird in drei Provinzen, Mascara, Liters

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