Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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66 Algarotti

dier, Lykophron, Aratus, Nicander,»Eup h orisn,Eallimachus, Lheokrit, PhiletaS, Phanokles, Ti- j-^rmon der Phliasier, Scymnus, Dionysius, und siede,Tragiker, welche man das alexandrinische Siebengestirn (Plejadeiil gunnannre, Ärandir es, Alexander Antolus, der jüngm §is'Homer, Lycophron, Dronisidcs (oder S o siph an es), ExfS o sith tu s und P hi liscus. — Das alexandrinische Zeitaltiihat einen von dem frühern durchaus verschiedenen Geist und Ehe- h<chrakter. Bei der Aufmerksamkeit, welche man dem Studium dttSprache widmete, war es natürlich, daß Reinigkeit, Corrcctheilund Eleganz der Sprache zum besondern Augenmerk gemacht wm- xuktden, und wirklich zeichnen sich in diesen Eigenschaften mehren ,Alexandriner vortheilhaft aus. Was aber kein Studium gibt, undwas durch keine Mühe errungen wird, der Geist, welcher ditfrühere Poesie der Griechen beseelte, mangelte den meisten dies« ^11Werke. An dessen Stelle trat größere Kunst in der ComposiciooiKritik sollte leisten, was vorher das Genie geleistet hatte. Del h,xaber hieß das Unmögliche verlangen. Nur in Einigen regte sich Hutder Genius, und diese ragen darum auch groß über ihre Zeit rjhhervor. Die Andern leisteten, was sich durch Kritik und Ein- x^tdium leisten läßt; ihre vielleicht fehlerfreieren Werke sind nüchtere, In)«hne Seele und Leben. Denkt man sich nun eine Art von Dich- Kr,terschule, worin solche Meister Muster waren, so begreift ma»leicht, daß die Schüler noch nüchterner und mühsamer dichte» xspmußten. Den Mangel von Originalität fühlend, den Werth der- Auselben aber erkennend und darnach ringend, kamen sie um so schnei- hefler zu dem Punkte, wo alle Poesie erstarrt. Ihre Kritik arte» rorin Krittelei, ihre Kunst in Künstelei aus. Man haschte nach de» gez,Seltsamen, Reuen, und suchte es durch Gelehrsamkeit aufzuput- A„zen. Der größere Theil der Alexandriner, meistens Dichter mü sichGrammatiker zugleich, sind daher steife, genielose, mühselige u»> grduninteressante Berskünstter. Leu

»Algarorti (Francesco Graf), gehört uyter diejenigen ita- Gelicnischen Schriftsteller des achtzehnten Jahrhunderts, die mit de« st«meisten Erfolge das Studium der- ernster» Wissenschaften mit d» sts,Ausübung der Künste verbunden haben. Er war zu Venedig i»> renI. ipia geboren, studirte zu Rom, Venedig und zuletzt, mit« hatMansredi und Aanotti, zu Bologna. Diese berühmten Gelehrt«» übe

gewannen ihn lieb wegen seiner glücklichen Anlagen, und b« We

schlcunigten seine Fortschritte in der Mathematik, Geometrie, Astt«' gen

nomie, Philosophie und Physik. Dieser letzcern Wissenschaft u>>« den

der Anatomie widmete er sich mit Vorliebe. Nicht minder eifnjhatte er das Lateinische und Griechische studirt, auch großen Fle« All

der toscaniichen Sprache gewidmet. Seine lebhafte Wißbegier^ mit

trieb ihn frühzeitig auf Reisen. Er sah Frankreich, England des

Rußland, Deutschland, die Schweiz und alle bedeutenden Stadt« du,

Italiens, und fixirre sich erst in den letzten zehn Jahren sein» Th

Lebens in seinem, Vaterlar.de. Als Lijähriger Jüngling schn» k«'

er zu Paris den größten Theil seines ik-ieurcuiianisino per " d»

üsrno, im Geichmack der plirialice cie« inonües von FontcnM, Et

und legt« dadurch den Grund zu seinem Ruhm. Voltaire un« zu,

dessen gelehrte Freundin, die Marquise dn Chateiet, Friedrich l> - hie

Ehestersield , Hume, Pitt, Mauperruis und andere berühmte che

«er «ahmen das Werk mit ausgezeichnetem Beifall« auf. »» des