Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
75
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Alphvns V- Alphons I. 7Z

lnes Alp hon« V-, mit dem Beinamen der Großmüthige,König von Aragon, Nervet und Sicilken, ein Sohn Eleonoren«Bei- von Albuguerque und Ferdinands des Gereihten, Jnfanten vonöohu Castilien, den'die Aragonier zur Regierung berufen hatten, stiegHebe nach seines Vaters Tode 1416 auf den Thron von Aragon, und->bio zeigte sogleich seine Großmuttz ^ indem er eine "Liste vornehmesanen Personen, die sich gegen ihn verschworen hatten, ungelesen mitaber den Worten zerriß: „Ach will sie zu dem Geständniß zwingen,urde daß ich besser als sie selbst für ihr Leben sorge. " — Um feine«noch Schmerz über den Verlust seiner Geliebten, der schönen Margaret»sam- von Hijar, welche die Königin in einem Anfalle vor Eifersuchtbeo, hatte ermorden lassen, zu zerstreuen, griff er zu den Waffen undroiu überfiel Corsica, wandte sich aber von da nach Neapel, wohin ihnstau- Johanna II. gegen Lüdwig III. von. Anjou mit dein Erbieten zudie Hülfe rief, ihn zu adoptiren und zu ihrem Erben einzusetzen,scheu Bald aber entzweite er sich auch mit Johann« und räumte Neapel,!geu, wo er mit abwechselndem Glücke gefochten hatte, um seinen Bru-arc» der, den König von Navarra, gegen den König von Casti-ihm lien zu unterstützen. Nachdem er diesen Krieg 14M glücklichulk» geendigt, und während desselben auch über den König vonHer- Tunis einen vollständigen Sieg davon getragen, kehrte errend nach Sicitun zurück, um leichter mit seine» Anhängern inlcich Neapel unterhandeln zu können. Diese hatten nach Johanna'«l be- Tode 1455 die Waffen ergriffen; aber während er Gae-ta belagerte,ttriß dessen Widerstand er dadurch selbst verlängerte, daß er den Wei-A!- der» und Kindern freien Abzug aus dem bereits ausgehungertensieze Platz verstatt-.te, denn der großmüthige Fürst wollte die Eroberungreg- der Stadt keiner Unmenschlichkeit verdanken, ward er von den Ge-ger- nuesern , deren Rache er sich wegen des Angriffs auf Corsica zuge.rüh- zogen hatte, mit einer mächtigen Flotte angegriffen und gefangen>a er genommen. Philipp Visconti, dem er ausgeliefert wurde, ließ

an», thu aus Achtung für seinen Edelmuth ohne Lösegeld frei, und bald

rssr erschien Alphons mit einer neuen Armee vor Neapel, das er nach

stau- einer langen Belagerung einnahm. Er führte seitdem noch ver-täu- schiedenc Kriege mit einzelnen italienischen Staaten und seine Ar-me- meen belagerten Genua, das der Übergabe nahe war, als sie auf

sürß die Nachricht seines 1458 erfolgten Todes plötzlich abzogen. Ihm

in- folgte in seinen Erbstaaten sein Bruder Johann, König von Ma-die varra, in Neapel aber sein mit Margaret» von Hijar gezeugter

un» Sohn Ferdinand, welchen der Papst legitimirt hatte. — Unter

ustj, allen Fürsten Aragons war Llphonü der ausgezeichnetste. Er ver-stell band die Tugend eines Helden mit der Siebe zu den Wissenschaften,

Zeit und bei den edlen Eigenschaften seines Herzens würde er seine Völ-

der ker beglückt haben, wenn nicht unaufhörliche Kriege es ihm rm-

iebtt möglich gemacht hätten, dieses schöne Ziel zu erreichen,nter Alph 0 nsI., mit dem Beinamen Henriqucz, erster Ko«

K nig von Portugal aus dem Hause Frankreich, war 10Y4 gebore«,

pru- Usnd, von seiner zarten Jugend an, seiner Mutter Therese vo»

zur Castilien anvertraut, welche, nach ihres Gemahls Tode zur Re-

: j» gentin ernannt, den Staat verächtlichen Günstlingen Preis gab.fflät Alphons war kaum volljährig geworden, als er sie, durch die au-ssen, gemeine Unzufriedenheit dazu aufgcfodert, der Regierung entsetzte,

gen- und sich zum Grafen von Portugal ernennen ließ Lheresn