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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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84 Amerika.

jeder glaubt in Sprache und Gesichtsähnlichkeit der Einwohner terGründe für seine Behauptung zu finden. Je näher die Einweh- tspner dem Gleicher sind, desto dunkelrother ist ihre Haut; alle ha- ichden schwarzes stresse« Haar. — Doch noch weniger hat man in An- sehsehung der Sprachverichiedenheit dies.r Völkerschaften sich verein,'- istgen können. Franc,sco Lopez zählt 1500, Athanastus Kircher goa, gejLorenzo Hervas neun verschiedene Sprachen; Zeune reducirt ße, dienach den von Humboldt ihm mitgetheilten Sprachlehren auf zwei, bernämlich die toltekische und apalachische. Die Zahl der eigentlichen H"Amerikaner ist übrigen« jetzt nicht groß; die Eroberungen der Er- ut-,ropäer haben nicht wenig zu ihrer Verminderung beigetragen. Mit sti"den Fremden beträgt Amerika'« ganze Bevölkerung ungefähr gegen ,steZoo Millionen. Die Ureinwohner leben größtentheiis unter rlei- Fllneu Fürsten im Romadenstande; die meisten aber sind in der An- iegmi-chung mit den Fremden mehr und weniger ausgeartet, weich, *lchtheil« aus Europäern, theil« au« deren Negersklaven bestehen. -Dle specielle Geographie, Statistik und Naturze-schichte Amerika-« läßt sich am leichtesten nach den drei Haupttb-theilungen, Nordamerika, Südamerika und Mittel««« st"rika (Westindiens, übersehen, die wir daher unter diesen versähe-denen Artikeln abhandeln müssen. Im Allgemeinen bemerken wie, M-

daß Amerika die höchsten Berge, die größten Flüsse und Seen ent- As

hält. Außer den Eordilleräs de los Andes, dieser ungeheuer« A*

Bergkette, die bei der südlichsten Spitze beginnt, an der Wcstküß, ^

nach Norden läuft, und deren Ende wir poch nicht kennen, neu- "s

nen wir den Chimboraoo, den Cayambeorean, Antisana u. s. w.l .unter den Vorgebirgen'das berühmteste, da« Cap Horn, diese süd-liäbste Spitze des Feuerlandes. Die größten Flüsse sind der Lore»- Aszostrom, Missisippj, der Oronoko, Maranjon Und La Plata. Nord ^amerika besitzt die größten Landseen, von 500 bis 1800 Q. M. -Cacag, Cochenille, Mais, peruanische Rinde, Kartoffeln, Tabak,Vanille rc. sind dem Boden eigenthümlich, der in sich Gold, Ei'-der, Kupfer, Eisen, Blei, Quecksilber, Edelsteine, Marmor,zellancrde, Sabradorsteine, Steinkohlen rc. birgt. Das Lama u»t '.die Vicogna, Polarfüchse und Jaguare gehören zu Amerika'« Si- -7'zenthümlichkeiten aus der Thierwelt. I. , !

* Amethyst ist ein durch alle Echattirungen laufender via-' "blauer Quarz, dessen Fewbe, nach Rose, von einer MischungEisen- und Braunstein-Oxyd entsteht, die nur ein halb ProceÄ °des Ganzen ausmacht. Außerdem unterscheidet er sich vom Quuss ^vorzüglich dadurch, baß er in viele stängliche Stücke abgesondeü ^wird, die als unvollkommene Säulen zu betrachten sind, undweilen in Pyramiden auslaufen. Diese Stengel sind sehr une !-'-4gefärbt, und die Spitze gewöhnlich am dunkelsten, der Fußgen oft fast gar nicht. Der Am eth yst kommt auf Gangen,stentheils in Gesellschaft der Achate vor, und zwar so, daß er ^den schöner gefärbten Spitzen gegen die Mitte des Ganges, un> ^in den Chalccdonkugeln gegen das Centrum derselben gerichtet A ^Den blasser« Grund, der die Saalbänder des Ganges ausms«und oft in CkalcedoN übergeht, hat man Amethystmutte r^nannt. Je kürzer die CrystalleNstengel sind, desto gesättigter^ ^gewöhnlich r'bre Farbe, und die allerschönsten sind die, welche ^liegende Dvppelpyrarniden darstellen, so wie viele in den berath ^tea sibirischen Ameth-ystbrüchin, welche als Quarzgänge in vern»