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tertem Aplitaufsätzen vorkommen. Die Alten rechneten zum Ame-thyste auch die indischen Rubine, die man späterhin orientali-sche Amethyste nannte. Der.Preis des Amethystes istsehr verschieden, je nach dem die Farbe gesättigt und gleichförmigist; denn viele werden durch Wolken entstellt. Von den schönstengeschliffenen bezahlt man das Karat mit Z, 4, 5 Thaler», unddieser Preis wird einfach mit der Karatzahl multivlicirt. Alleinder Menge wegen hat ihr Werth sehr abgenommen, und derHauptabsatz der sächsischen und böhmischen Amethyste, der ehedemüber Venedig nach der Türkei ging, weil er daselbst als Frauen-schmuch sehr beliebt war, hat ebenfalls aufgehört. Als Ring-stein gibt man ihm möglichst viele Flächen, um hie ungleichenFlecken zu verbergen und den Glanz zu verstärken. Den Kläffernlegt man blaugefärbte Folien unter. Diejenigen, welche inner-lich dunkler« Flecken haben, glüht man kurze Zeit sn Sand undEisenfeile eingepackt, wodurch die Flecken zertheilt werden. Durchfortgesetztes Glühen verschwindet endlich alle Farbe, und dann «er-den sie gleich dem Crystall.zum unechten Diamautschmuck genom-men, kommen aber jenem in der Härte nicht bei. Aus diesemGrunde ist aber der Amethyst zum Schleifen und Schneiden be-quemer; und da er in ziemlich großen Massen vorkommt, so wer-den allerlei Gefäße, Dosen und andere Kunstsachen daraus gear-beitet. Die Alten gravirten auch Siegel in Amethyst, und manhat noch mehrere dergleichen Antiken. Auch trug man ihn vor Al-ters als Amulet zur Abwehrung der Gifte, wozu er mit demBilde der Sonne oder des Mondes gezeichnet wurde. Die Ma-gier behaupteten, daß er nicht nsir der Trunkenheit vorbeuge, son-dern auch sogleich davon befreie, wenn man ihn an den Leib binde.Diesech Glaube war allgemein, und wird sogar von Aristoteles be-kräftigt; er hat auch zur Benennung deS Steines selbst, welcheso viel als nüchtern besagt, Gelegenheit gegeben. Wegen des ge-ringern Preises brauchen jetzt die Glaser auch oft die dünnen sten-gelfirmigen Stücken zum Glasschneiden. Zu Dosenstücken werdendie sogenannten Haaramethyste gesucht, welche wie der Rosaquarz,!*"fhaarförmig crystallisirtem Braunsteine durchsetzt sind. Zumfalschen Glasschmuck, und besonders zu den amethyflfarbenen ova-len Zuckerdosen und Saussieren versetzt man das blaue Kobaltglasentweder mit etwas-Goldpucpur oder mit gereinigtem Braunstein,gewöhnlich grünes Glas. Von wenig Braunstein wird has letztereMssärbt, bei stärkerm'Zusätze aber amethystfarben, wie man oft anden gewöhnlichen Trinkgeschirren sehen kann. Zu den härternAEchystflhffeii kommt anstatt des Kaliglases Bleiglas, aus vier^heilen Kieiel und sechzehn Theilen Bleiweiß. Nach Petrus Ar-^"I>s machte man ehedem aus dem Amethyste selbst einige bunte"d i»m Halsschmuck. Man »ersetzte den gepulverte» Amethystentweder mit Blattgold und Natron, ober mit Kupferfcile und«nmpfir. Diese Mischungen wurden durch 48stündiges Glühenf„^""hsugcschm»lzen, und gaben taub.enhalsfarbene oder hem Avan-turm ähnliche Flüsse. ^ X.
, ^""ot (Pierre), ein französischer Jesuit, geboren zu Toulon
/i» , der sich lange Zeit als Missionair in P?kinq aufhielt, undgenauern Kenntniß China's mit seltenem Fleiße und grünb--eni, ^Elehrsamkeit beitrug. Ihm besonders verdanken wir die' aueffen und auigebreitetsten Belehrungen über die Alterthümer.