Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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rc>2 Anspach Anthologie

Anschauungen gesorgt, und in wie fern sie auch zur Fähigkeit für -rein intellektuelle und moralische Anschauungen beitrage, ist bii *>ernjetzt weder durch die theoretischen Untersuchungen der Pädagoge», Akunoch durch eine allgemeine Erfahrung befriedigend dargethan wer-den. Der moralische und religiöse Unterricht kann, seiner Naturnach, den Typus dieser Methode nicht annehmen, eben so weich ^sverträgt die Geschichte, die im Gebiete der Freiheit fortschrei- °"stet, und nie zur lückenlosen Vollständigkeit gebracht w-rdcn kan», "laidie Natur g eschichte und G eo grap h ie, die es mit einem hi-störrischen, von außen gegebenen Stoffe, dessen innere nothwendig!

Reget sich bis jetzt kernesweges befriedigend nachweisen ließ, zuthun hat, der Sprachunterricht, der, den Mechanismus dckLesens abgerechnet, sich der Willkür des Lebens, das die Sprach!fortwährend bildet, nicht ganz entziehen kann, mit einem Ent- As"wickelungs- und Stufengange, der lückenlos zwei aus eins ent- 7""stehen läßt. Gewinnen werden aber alle diese Unterrichtsstoffe an rst jFaßlichkeit, Ordnung und Bchaltbarkejr, wenn sie der strenge gründ-liche Geist der pestalvzzilchen Methode belekt und Aöglinge zu ih< ».nen gefüdrt werden, deren Gemüth durch jene Übungen gesetztund ernsthaft geworden ist. Die Anwendung der Methode auf dai ^ .Zeichnen, wie besonders Joseph Schmidt sie versucht hat, würd! ^vorzüglich von den Künstlern gemißbilligt, desto glücklichern Ein-stuß gewann sie aber auf den Sing u n te rr ich t durch Pfeifferund Rägcli und in mehreren Bürgerschulen Deutschlands auf dieSchre 1 bekunst. Die Verdienste Pestalozzi's um die Pädagogik,die sich nicht bloß auf dir Anschauungslehre beschränken, näher j»würdigen, bleibt billig dem Art. Pestalozzi vorbehalten.

Anspach (Elisabeth Berkeley, Markzräsin von), die jüngst! ^Tochter von Auguste,s Earl of Berkeley, ist 1750 geboren, uudvermahlte sich 1767 mit Lord William Eravee, von dem sie sieben ^lbKinder hatte. Die Mißhandlungen aber, welche sie von ihrem Gdmahl erhielt, nöthigten ihre Freunde, ins Mittel zu treten unkeine Trennung zu bewirken, welche 1781 Statt hatte. Sie verlebt! „ ,darauf zehn Jahre auf dem festen Lande, und als 1791 Lord Era- ^crvee starb, vermählte sie sich mit dem Markgrafen von Anspach undBayreuth, welcher, nachdem er seine Staaten an Preußen abg<-treten, sich nach England begab und dort im I. 1806 in Brno-denbur.-h - Hause starb. Die Markzräsin hat zur Unterhaltung ihr»Freunde mehrere Schauspiele geschrieben, von denen von 1778 b>< warl8o2 sechs im Druck erschienen sind. Von ihren Briefen, in deninsie die auf ihren Reisen besuchten Länder beschreibt, und die zunli walzum Vortheil Merciers gedruckt wurden, ist 1814 eine neue Aul- Äst-läge erschienen. Sie zeigt sich allenthalben in ihren Schriften ali ^nreine geistreiche »nd fein beobachtende Frau. te»

Ansteckung, s. Einflü sse und Epidemie. atze

* A n th 0 log i e (Griechische). Es wurden im Alterthume nick- davrere Blumenieftn oder Sammlungen kleinerer, meistens epigramm«' wietiicher Gedichte von verschiedenen Verfassern, die sich durch vor,»-- Aleliche Schönheit und Naivetät in Gedanken, Wendungen und Au«- fandrücket. auszeichneten, veranstaltet. Der erste Sammler der An «siewar Meleager, ein Syrer, der etwa yc> Jahre vor Chr. Eck. grijaus fremden und eigenen Gedichten eine Auswahl machte; An

thaten ein gleiches Philippus von Thessalonich, wahrscheinlich «i«Zeit Trajans, DivgenianuS Heraclcota unter Hadrian; Str»'