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diese weigerte sich, die Schuld zu sühnen, und verkündigte ihnen,daß dies nur auf dem Borgebirge Melea geschehen werde. Selbi-ges aufsuchend, bestanden sie die Gefahren der furchtbaren Scyllaund Charybdis, und der lockenden Sirenen, und einen furchtbarenSturm unweit der lybischen Sandbänke. Dann kamen sie nachCreta, wo sich der Riese Talos, der die Insel bewachte, ihrerLandung widersetzte. Eine einzige Ader, die ihn bele--te, gingihm vom Haupte bis zur Ferse und war unten Mit einem ehernenNagel zugesteckt. Medea betäubte ihn durch einen Trank, undöffnete die Ader, daß er sich verblutete. Endlich erreichten fle Me-lea's heiß ersehntes Vorgebirge; ihr Verbrechen warb versöhntund ohne weiter» Unfall lief nun die Args in den Hafen von Jol-kos ein. Sie wurde vom Jason auf dem corinthischen Isthmusdem Neptun geweiht, und in der Folge glänzte sie am Südhim-mel als leuchtendes Gestirn. So war rühmlich und glücklich derZug vollendet. Bevor sich aber die Helden trennten, schwuren sieeinander wechselseitigen Beistand im Kriege, und beschlossen zugewissen Zeiten zusammenzukommen, um dem Jupiter zu EhrenKampfspiele zu feiern, welche der Anfang der olympischen Spielewurden. Medea's und Iasons weitere Schicksale sehe man unterdiesen Artikeln. Wir bemerke» nur, daß in der Erzählung vonder Ruckreise der Argonauten die Alten sehr von einander abwei-che» ; auf eine nähere Auseinandersetzung einzugehen, erlaubt unsjedoch weder der Zweck, noch der Raum des Werks.
ffAriosto (Lodovico), war zu Reggio den gten Septbr. 1474geboren.
* Aristöteles, einer der berühmtesten Philosophen Griechen-lands und Stifter der peripatetischen Schule, war geboren zuStagira in Macedonien im ersten Jahre der yysten Olympiade(384 vor Ehr. Geb.). Nicomachus, sein Vater, stammte von Ma-chaon, dem Sohne des Äsculap. Phaestis, seine Mutter, warebenfalls von edler Abkunft. Die Arzneikunde war erblich in derFamilie der Asklepiaden, und Aristoteles Vater hatte sich ihr mitErfolg gewidmet. Er hatte selbst einige Werke über diese Wis-senschaft hinterlassen, und wegen seiner Kenntnisse war er an denHof Amyntas Hl., Königs von Macedonien, des Vaters Phi-lipps und Großvaters Alexanders, berufen worden. Er bestimmteseinen Sohn für dieselbe Laufbahn und unterrichtete ihn selbst inder Arzneikunde und in der Philosophie, welche letztere von jener,wie die Werke des Hippokrates beweisen, bereits die unzertrenn-liche Gefährtin war. Man weiß nicht, wie weit es Aristoteles indiesen Studien brachte, aber man sieht aus seinen Problemenund einigen andern Schriften, daß es- nur von ihm abgehangenhatte, sich darin hervorzuthun. Ohne'Zweifel verdankte er dieserersten Erziehung die Neigung zur Naturgeschichte, als deren Schöp-W er anzusehen ist, da er zuerst genaue Beobachtungen machte.Nach dem Tode seiner Ältern ging Aristoteles als achtzehnjähriger^Mgling nach Atarnea zum Proxenus, einem Freunde seiner Fa-nirlie. Hier verweilte er nur kurze Zeit und begab sich nach Athen,den Plato zu hören, dessen Schule im hockst,-» Rufe stand. Ari-stoteles, der vielleicht nebenher von seinen Kenntnissen in der Me-dicin Gebrauch machte, verweilte dies erstemal zwanzig Jahre in^then, und begnügte sich in dieser langen Zeit nicht damit, den-plato zu hören, ssondern eröffnete selbst eine Schule der Bered-