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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Asien rL.->

und einen feurigen, ausdrucksvollen Blick. — Der Himmelsstrich,unter welchem diese Völker wohne», bestimmt in der Regel ihreLebensart und Beschäftigung; bald sind sie Nomaden,bald leben sie in Städten und Dörfern, bald gehen sie ganz nackt,bald bedecken sie sich nur zUr Hälfte oder ganz, entweder mit Fel-len oder mit den feinsun baumwollenen und leinenen Zeugen, baldbemahlt und gesalbt, oder tattowirt, oder nicht. So nähren siesich auch bald säst nur von Fleilch, bald nur von Pflanzen undGewürzen; hitzige, berauschende Getränke, bis zur stärksten DosisOpium sind allgemein eingeführt. — Sie bekennen sich entweder zurmohamedanischen, jüdischen und christlichen Religion, oder zum rei-nen heidnischen Götzendienste; auch gibt es Rationen, wie die Drusenund Jsmaeliten, deren Religion zweifelhaft (oder vermischt) ist.—Während der auswärtige Handel einzig und allein in denHänden der Eutopäer sich befindet, ist der innere lebhaft genug,und erstreckt sich selbst bis nach Europa; Ausfuhrartikel sind Thee,Baumwolle, Caffee, Zucker, Pferde, Ziegenhaare, Seide, baum-wollene Zeuge, Shawls, seidene Zeuge, lackirte Waaren rc., da-gegen viele europäische Manufaktur- und Fabrikartikel eingeführtwerden. Die inländischen Manufakturen und Fabriken liefernStahlarbeiter,, gute Säbelklingen,.kupfernes Geschirr, Porzellan,Glas, baumwollene und seidene Zeuge, Kunstacbeiten in Perl-mutter, Schildkröt, Crystall, Edelsteinen und lackirten Waaren.—Man handelt in China nach Unzen, in Indien nach Rupien (16bis 18 Gr.) und nach Lac (100,000 Rup oder 80,000 Lhlr.). —Wissenschaften und Künste sind, nach Verhältniß der Cul-tur, im Allgemeinen auf einer mehr als mittelmäßigen Stufe.2 n China, Japan, Tibet, Arabien, Persien und Indien zeichnetman sich aus; die Japaner haben sogar, außer geschriebenen undgemahlten, auch gebrockte Bücher. Der Sprachen zählt man etwaachte; bis in die ältesten Zeiten hinaus findet man, daß die Gränzen derverschiedenen Sprachen durch die natürlichen der Ströme und Ge-birge bestimmt wurden. In Vorderafien, bis zum Halys, wurdealtphrygisch, jenseits des Halys die sogenannte semitischeMundart (syrisch, chaldäisch, hebräisch, samaritanisch, phöni-cisch, arabisch ic.) gesprochen; diese Sprachen herrschten bis zumTigris, jenseits dessen die persischen Sprachen einheimisch wa-ren; in den Steppenländern des mittleren Asiens gab es vielevon einander verschiedene Sprachen, so wie auch in den kaukasischenGebirgsländern; in den Küstenländern sprach man griechisch undrarisch.— In Ansehung der wissenschaftlichen Culturund Kunst zeichnete sich im Alterthume Klein-Asien aus; Ton-kunst, Dichtkunst und Architektur hatten dort ihre schöne Heimath;dort waren Homer, Thales, Herodot, Lsop, Hippokrates gebo-ren ; der Kunstfleiß der Lydier und Phrygier verdient einer beson-dern rühmlichen Erwähnung; am gehörigen Orte von ihnen ein«ehreres.— Lesen, Schreiben, Astronomie und Astrologie, Phi-losophie und Medicin, Baukunst und plastische Künste werden jetztvorzüglich ausaebildet; auch erinnern wir an die Tänze der Ba-Die Verfassung der mehreften Staaten ist monarchisch;k ^ t)* nomadischen Völkerschaften haben ihr Oberhaupt. — DieZ^pkstaaten selbst sind: r. russisches Asien (Sibirien, Kasan,«sltrachan, Orenburg, Kuban, Kabarda, Georgien, Jmereti, Ka-ch"l); 2. türkisches Asien (Natolien oder Klein-Asien, Ar-