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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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r6o Baden

den, vereinigte dk« Herrschaft Sberstei» mit seines Landen, im»suchte auch mehrere hohenstausische Güter während des großen I», vorterregnums an sich zu ziehen; Kaiser Rudolph I. aber nahmst« ,cuihm wieder ab. — Ihm folgte Hermann VI-, dessen Söhne ss,hFriedrich und Rudolph IV. abermals zwei Linien stiftete». MFriedrichs Linie starb bald wieder aus. Rudolph aber pflanzte Grseinen Stamm fort. Die weitere Geschichte von Baden enthält we- vornig Merkwürdige«, als immer fortgesetzte Theilungen, die d» desLande sehr nachtheilig waren. Bon Christoph I. (gestorben lMj zustammten die beiden Linien von Baden-Baden und Baden-Durlai?. NaChristophs I. Sohn, Bernhard, der Stifter des Hauses Li- trrben-Baden, führte die protestantische Religion in seinen Lande» ste.«in. Sein Enkel Philipp stand unter der Vormundschaft des H«l, wirzog« von Bayers, welcher während derselben die evangelische Lehr« avekwieder abschaffte. Philipp starb schon 1588 und das Land fiel a» Cilseinen Better Eduard, der sich zur katholischen Kirche bekehrte. AlaEduard bekümmerte sich wenig um die Regierung, lebte in der »IchFremde und machte bedeutende Schulden. Kaiser Rudolph li. wasübertrug daher die Administration de« Landes den Herzogen vo» »inBayern und Lothringen; der Markgraf Ernst Friedrich v«» NieDurlach aber prvtestirte dagegen und nahm das Land 15951» TnBesitz; es wurde erst im Jahre 1629 dem Markgrafen Wilhelm, lei,Eduard« Sohn, wieder eingeräumt.— Christophs I. zweiter Goh», wkErnst, (st. 155z) war der Stifter der Linie Badcn-Durlach. ZehsEr nahm die evangelische Lehre an, welche von seinem bsh» keilCarl II. im ganzen Lande eingeführt wurde. Sein Sohn, Er»ß stefFriedrich, regiert« die ganze Mrrkgrafschaft mit vielem Ruh««. HaeEr starb 1604 ohne Kinder. Sein Bruder, Georg Friedrich, Lisder ihm folgte, trat noch bei seinem Leben seinem ältesten 80h» S/'lFriedrich V. die Regierung ab, während er selbst mit einem ckskneugeworbenen Kriegsherr gegen Kaiser Ferdinand II., und zur HetzBeschützung de« Pfalzgrafen^Friedrjch V. zu Felde zog. Auf Fried» ist srich V-, der die hohengeroldseckschen Medien erbte, aber nichtbehielt, folgte 1659 Friedrich VI. dessen Sohn, Friedrich M»> «inegnuS, 1677 die Regierung übernahm. Wegen des Einfalls der nunFranzosen mußte er sich bi« 1697 zu Basel aufhalten. Nach dem linkryswicker Frieden suchte er den Wohlstand des Landes wieder her» »eszustellen und starb 1709. Ihm folgt« sein Sohn Carl III-, der darr1715 die neue Residenz Karlsruhe erbaute, und zum Andenken dar-an den Orden der Treu« stiftete. Sein einziger Sohn Friedrich norlstarb vor ihm, hinterließ aber zwei Prinzen, von denen der ältt!» Wsuccedirte und I8n als Großheczog von Baden starb (s. Karl ran

Friedrich.). Die ältere Linie Baden-Baden starb 1771 aus, un« vie

seit der Zeit ward das Land wieder vereinigt. Der jetzige Grok- «leherzog Carl ist ein Enkel Carl Friedrichs und seit 1806 mit SU- «uphanie Louise Adrienne Napoleon«, einer Adoptivtoch» Mter Napoleons, vermählt, von der er eine Tochter hat. ,°>k

zum lüneviller Frieden umfaßten die badenschen Länder 77 Q. >>mit 2io,cxx> Einwohnern. In diesem Frieden wurden 8>l'mit 25,000 Einwohnern abgetreten, und dagegen 60 Q. M.m> -v245,000 Einwohnern erworben Zugleich nahm der bisherige Mar 1gras am 1. Mai igoz die Churfürstenwürde an. Durch den prc ;burger Frieden» der den Breisgau, das alte Stammland der pczog« von Zähringeiij, wieder aa Baden bracht«, stieg der UMs»«