Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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BefestigurMunst Begeisterung rrz

Befestigungskunst ist die Kunst, einen Ort st einzurich,teil, dgß sich darin Wenige gegen Viele mit Vortheil vertheidigenkönnen. Ost hat schon die Natur Vorrichtungen dazu getroffen.Dergleichen natürliche Befestigungen sind Orte, die auf- uncrsteig-lichen Felsen liegen, deren Zugänge leicht ungangbar zu machen,die mit natürlichen Morästen umgeben sind, über welche kein Ge-schütz reicht u. s. w. Die künstlichen Befestigungen sind entwederbeständige, oder Feldbefestigungen. Jene stnd die eigentlichen Fe-stungen oder befestigten Städte (s. Festung); diese die Verschan-zungcn, wplchc bloß für einen Krieg, für einen Feldzug oder füreine noch kürzere Zeit aufgeworfen werden (s. Schanze).

»Begeisterung (siehe Enthusiasmus) oder der Zustandungewöhnlicher Regsamkeit des Gemüthe», namentlich der Einbil-dungskraft und de« Gefühl«, in welchem gleichsam em höhererGeist über den Menschen kommt und in ihm wirkt, unterscheidetsich von der zügellosen und verworrenen Schwärmerei nur durchdie festere Richtung des Gemüthes auf einen bestimmten Gegen-stand, welcher die Seele so erfüllt, daß der Geist desselben oderetwas Ideales an demselben mit lebendiger Einbildungskraft auf-gefaßt wird, und das bewegtd Gefühl sich mitzutheilen antreibt;von dem Entzücken aber dadurch, daß dieses eine stillere, sprach-lose, jedoch tiefe, und durch verklärtere Eeberde sich ankündigendeBegeisterung ist. Dieser Zustand aber kann unmittelbar durch ei-nen äußeren Gegenstand, oder durch Ideen und Bilder, welche dieSeele erfüllen, bewirkt seyn. Auch ist die Begeisterung verschie-den, je nach dem in einem mehr empfänglichen als producti -ven Geiste das bewegte Gefühl nur zur unmittelbaren Mitthei-lung seiner Regungen treibt, oder das der selbstthätigeren und ei-genthümüchen Mittheilung fähige Gemüth zu einem in seiner Artvollendeten Ausdrucke des Innern, das ist zur Hervorbringung ei-ner den idealen Gegenstand selbst darstellenden, oder seiner Wir-kung nach aussprechenden vollkommenen Form angeregt wird. Letz-ter« ist die Begeisterung des Künstler«, die man auch vorzugs-weise Begeisterung nennt; und-scin Werk, in dieser Begeisterungempfangen, zugleich Symbol dieses innern vollendeten Zustandes,ist das Kunstwerk. Aus diesem läßt sich auch abziehen, wie dieBegeisterung des Künstlers, oder, weil das Vollendete in derKunst nur durch den Genius hervorgebracht wird, des Geniesbeschaffen seyn müsse, und sich äußere. Das Kunstwerk »st ein ab-geschlossenes, sclbstständiges, harmonisches Werk, welches in seineranschaulichen vollendeten Form eine Idee auf eigenthümliche Weisevffenbart. Diese Selbstständigkeit und Eigenthümlichkeit wird nichtdurch Bewußtseyn der Regeln, nach welchen die Kunst wirkt, her-vorgebracht, sondern setzt eine natürliche, durch Übung zur Fertig-te -hoben- Fähigkeit ^s Gemüthes voraus, einen bestimmte»^toff zufolge einer leitenden Idee, welche man demselben ein«prägt, zu organisircn; w.lche Fähigkeit, in Hinsicht der äußere«Bedingungen der Bearbeitung, mit spielender Leichtigkeit, und,Höherer Jnstinct, den Kunsttrieben der Thiere ähnlichdes m Leichtigkeit wird auch durch das völlige Hingeben

i-, .^ssinuthes an den gewählten oder gefundenen Gegenstand be»iussn- vermöge dessen der hervorbringende Künstler seine äußerenwie ^Hebungen ganz vergißt) und einzig in seinem Werke,

ui einer andern Welk verweilt. Das sWunderbsre dieses Au-