Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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218 Beiwort

schönen Werke, die mechanische zum Kunstwerke; beide nu>chen ein schönes Kunstwerk. Die eine gibt demselben seireformale, die andere seine materiale Zweckmäßigkeit, durch denninnige Verbindung allein die Vollkommenheit besteht. Die for-male Zweckmäßigkeit gibt Zusammenftimmung der Wirkungen, diemateriale gibt Zusammenftimmung der Lheilverhältniffe zum Gan-zen. Damit diese bewirkt werde, muß V o llstän d igkeit, Rich-tigkeit und Ordnung in dem Kunstwerk seyn, welches dem-nach dfte Punkte sind, worauf es bei der mechanischen Behandlungankommt. Die sinnliche Behandlung endlich bezieht sich zum Theilauf das Geistige, zum Theil auf das Mechanstche im Kunstwerke,und geht in beiden Beziehungen auf Eorrectheit; diese Ei-genschaft als durchgängige Angrmcffenheit eines Kunstwerks imÄußern und Innern, der Ausführung und dem Entwürfe zu demGesetze der Schönheit gedacht. Die Eigenschaften, welche ein Kunst-werk dadurch erhält, sind Reinlichkeit im Innern und Äußern,Deutlichkeit und Wahrheit; nur durch die erste wird eelieblich, nur durch die letztere wird es faßlich. Nun erst spricht esals wahrhaft schön das Gemüth an, nun erst ist der Geist dessel-ben im Äußern anzuschauen. Frei von Plumpheit und Trockenheit,wie von Überladung und Üppigkeit, ohne Hartes und Rauhes stehtdas Werk da in einer Lieblichkeit, die das Gemüth immer neuanzieht, in einem Reize, der es immer neu fesselt, und in einerLeichtigkeit, als sey es ohne Mühe und gleichsam von selbst gewor-den. Man könnte jene drei Behandlungsarten ästhetischer Stoffe zuschönen Kunstwerken auch die B c h a n d lu n g des Genies, desVerstandes und des Geschmackes nennen, welche dreiGeistesvermögen nur in vereintem Zusammenwirken ein Werk schö-ner Kunst hervordringen können. Das erste erfindet und entwirft,das zweite regelt die Ausführn»- und bietet dazu die Mittel dar,dos dritte urtheilt so hier wie dort über die Zweckmäßigkeit. 'Beiwort (lat. norncn assfecrivum) ist, nebst dem Hallpt-morte (nonieii sussstancivrrni), einer von den acht Redetheileil(s. d.), in welche die alten Grammatiker die sämmtlichen Wörterder lateinischen und griechischen Sprache eingetheilt haben, undwelche für die neuern Sprachen ebenfalls beibehalten worden sind.Das Beiwort zeigt stets die Beschaffenheit oder Eigenschaft desHauptwortes (s. d.) an, und kann auch durch die Bvrsetzung derArtikels (s. d.) zum Hauptwoi ts werden; z. B. gut ist ein Bei-wort; setzt man diesem nun einen Artikel vor, so wird es zu"Hauptworte, w. z. das Gute, in welchem letzter» Falles»'»

Beiwort, nachdem es nämlich durch den vorgesetzten Artikel zu"

Hauptworte geworden ist, stets mit einem großen Anfangsbuanstaben geschrieben werden muß, da hingegen das Beiwort stets"ucn kleinen Buchstasten erhält. In der Poesie bedeutet das ä-c,Wort (exilüeton > das Hinzugesetztes.denjenigen Ausdruck, tdem Hauptworte hinzugefügt ist. und welcher dazu dient, diedes leerer» zu ergänzen, zu erweitern, oder im Allgemeinenzu verschönern. Dem Sinne nach kann das ästhetische(epitüeton) doppelter Art seyn: nämlich einmal logisch, Nk"z.' B. gesagt wird, der starke Geist, in welchem 8? ^

Beiwort dem Gebiet des Verstandes anheim fällt; . zweit»»»dasselbe auch einen poetischen Sinn, und gehört somit tn , rbieh der Phantasie,, yw ma,n es alsoann das verschon-