2Z8 Ber Hier Bertrand
»st ausgezeichnet in der burlesken Gattung, in bet er nokh sist Eifür das beste Muster gilt. Er wird oft sehr bitter; in seinen Sotiren verbindet er nicht selten die Gemüthlichkeit des Horaz nr!der Lauge des Juvenal. Die- höchste Ausgelassenheit aber ist« Arallen seinen Werken zu tadeln und nur damit zu encschuldizi», ^Leidaß er seine Verse nur für s.ine Freunde schrieb, und daß sie estnach seinem Lobe gedruckt wurden. Merkwürdig ist es, daß diibewundernswürdige Leichtigkeit, die seine Werke auszeichnet, di- st""Frucht einer großen Anstrengung war, und daß er fast alle sei»
Verse mehrmals änderte und wegstrich und wieder umarbeitet!. As»
Man sagt dasselbe von Ariost, und doch' sind dies die beiden iia> ,
lienischen Dichter, deren Verse die fließendsten und leichtesten sied. st-bBerni schrieb auch die lateinische Sprache sehr rein, und verstau! A-
recht gut griechisch. Seine vorzüglichsten Wecke sind sei«! ^
Itirno !>u>!c-3clie und sein Orlando rnnarnorato, cvnivosto Alläst LrA. Lojardo conto di Lcanellano cd ora rrbitto tntto iinnovo da M. I r. Lernt. — Richt zu verwechseln Mit diesem Dichter ist der Graf Francesco Berni, geboren i6ic> und gest.iöyZ, welcher elf Dramen, auch verschiedene lyrische Gedichte ver-faßt hat. > vh!
chBerthier, (Alexander). Im Jahre 1812 befand er sich t« ^,der Armee in Rußland als Chef des Generalstabes, und bekleid-«diesen Posten auch im Jahre ißiJ. Nach Napoleons Absetzung Z,verlor er zwar sein Fürstenthum Neufchatel, behielt aber seine übn-gen Würden bei und stand bei Ludwig XVIII. in Gunst und B-r-trauen. Auch verließ er nach Bvnaparte'S Wiederkehr mit dem -c,KLmigc Frankreich. Er verließ Ludwig XVIII. mir Urlaub zu 'Ostende, um sich zu feiner Familie nach Bamberg zu begeben, >»»sich diese bei seinen Schwiegerältern aufhielt. Er kam hier de» !>>.zosten März an. Man will während dieses seines Aufenthaltes in ^ -Bamberg eine tiefe. Schwcrmulh an ihm bemerkt haben. In demAugenblick, als am isten Juni Nachmittags ein Uhr eine stark-Colonne russischer, gegen die französischen Gränzen marschirender ^Truppen mit ihrer Feldmuflk in Bamberg einzog, endete er durcheinen freiwilligen Sturz aus dem Fenster, an oem ihn sein kleinerSohn vergeblich zu verhindern suchte, gewaltsam sein Leben. Erblieb auf der Stelle todt.
Verton, (Pierre Montan), im Jahre 1727 zu Paris geb«' ^ren, und daselbst am i4ten Mai 1780 gestorben, war zuletzt Durector der dortigen großen Oper, und trug als solcher das meist« ^
zu dem großen Rufe bei, weichen das Orchester derselben in gang ^
Europa erlangt hat. Ein vielleicht noch höheres Verdienst hak -r ^sich durch den Umstand erworben, daß unter seiner Direktion Gluck ^und Piccini nach Paris berufen wurden, und diese dort die Ber- ^anlaffung zu jener so heilsamen Revolution in der französisch-" A^Musik gaben, so wie denn auch Verton um die AusführungWerke jener beiden großen Männer sich ein großes Verdienst er-worben hat. Vieles, was er selbst theils für d.e Kirche, theil»auch für die Oper und das Ballet gesetzt hat, ward zu seiner steilmit großem Beifall aufgenommen. ' .1». der
Bertrand, Graf, General-Lieutenant, Adjutant ber nig,
poleon, Großmarschall des Palastes rc., berühmt durch st-" , aufhänglichkeit an Napoleon, bei dem er freiwillig in St. H--,-" Mitlebt. Von anständigen Acltern geboren, widmete er sich dem