Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Lernt r^7

SM r«n. «lsonS I. von Portugal gab sein Reich ngZ diesem Klosterslkn in Lehen, worauf Li« Mönche desselben, nach dem Tode des Kö»lcha NigS Sebastian 1575, Ansprüche aus die portugiesische Krone grün-dn deren. Im dreizehnten Jahrhundert hatte eS schon Zoo Filialklö-gkd> ster in alle« Ländern der Christenheit, und obgleich die Religiösendn dieser Klöster und der davon ausgegangenen Congrezationen Ci-tzerzienser blieben, so nannten sie sich doch, ihrem zweiten Vater>rl, und Stifter zu Ehren, Bernhardiner und Bernhardr-ilda nerinaen, dergleichen noch jetzt eristiren. D.

ic,»k B«rni (Francesco), den einige Schriftsteller auch Berna und«y« Dernia nennen, ist einer der berühmtesten italienischen DichterP' des röten Jahrhunderts. Er war gegen da« Ende des lgtenrch Hahrb. zu Samporecchio, in dem Theil von Toscana, welcher Balmi di Siievole heißt, in einer edlen, aber armen slorentinischen Fa-milie geboren. Sehr jung kam er nach Florenz; als er neunzehngut Jahr alt war, begab er sich nach Rom zu dem Cardinal Bibbiena,mi seinem Verwandten, der ihm, wie er selbst sagte, weder GutesM noch Böse« erwies. Er war endlich genöthigt, als Secretar sich-e zu dem Bischof von Verona, Ghiberti, zu begebe», welcher päpst-uck sicher Kanzleipräsident war. Er trat in den geistlichen Stand,red Am fähig zu seyn, von dem Wohlwollen dieses Bischofs, wenn «Snrä ihm zu Theil würde, Vortheil zu ziehen; aber der Überdruß, denimi ihm die untergeordneten Geschäfte seines Amts, wofür er überdießb„ schlecht bezahlt war, einflößten, veranlaßten ihn, Zerstreuungenich tu suchen, welche dem Prälaten mißfielen. Er fand Berni zu lu-ge« §g> um sich für sein Glück zu interessieren. Es hatte sich zuab, Rom eine Gesellschaft oder Akademie junger Geistlichen gebildet,M wie Berni, von heiterer Stimmung und scherzhafte Dichter, wel--p che, um ihre Liebe für den Wein und ihre Sorglosigkeit zu be-ih« zeichnen, sich j Vixiürjnoli (Winzer) nannten. Unter ihnen warenMouro, Casa, Firenzuola, Capilupi und Andere. Sie belachten alles„b m ihren Versammlungen, und bespotteten und besangen die ernstesteni« s^hst die traurigsten Dinge. Die Verse Berui'S waren die besten,>ls- die anziehendsten, und hatten eine so eigenthümliche Wendung, daß seinn« Rame der Gattung, in welcher er sie abfaßte, verblieben ist. Er

i» war 1^27 zu Rom, als diese Stadt von der Armee des Eonne-

tables von Bourbon ausgeplündert ward, und verlor dabei seineganze Habe. Er machte darauf mehrere Reise» mit seinem Gön--ei- der Ghiberti nach Verona, Venedig und Padua. Endlich, müde

ftt ö« dienen, und begnügt mit! einem Canonicat der Domkirche von

uä Florenz, das er seit mehreren Jahren besaß, zog er sich dahin

r» öunich, um dort in einer unabhängigen und anständigen Mittcl-

ch Mäßigkeit zu leben. Aber die Gunst der Großen, die er zu fü-

rt. chen schwach genug, oder zu vermeiden nicht stark genug war, Ver-se, sshie ihn in eine schwierige Lage, in welcher ihm die Ausübung"nes Verbrechens zugemuthet wurde, deren Verweigerung ihmei« rar Leben kostete. Alexander von Medicis, damals Herzog von

r'S «loxcnz, war in offener Feindschaft mit dem jungen Cardinal

che Heppvlyt von Medicis. Berni war beider Freund, und mit bei-

eb so vertraut, daß es zweifelhaft ist, wer von beiden ih»

« Antrag machte, den andern zu vergiften. Factisch ist es, daß

L- Cardinal 1535 an G,f7 starb. Am rösten Juli rgZü starb

endigte er, wie man versichert, durch Gift sein4- »> s» fällt das Verbrechen auf den Herzog Alexander. — Berni