Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
245
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Beurtheilung 245

M Achtziger war, seinen gewohnten Arbeiten. Im Jahre I 7 yy be-puW gaun er eine vollständige Ausgabe seiner Werke, welche 1801 zuwir Venedig beendigt ward , und aus 24 Duodezbänden besteht.. Nocher tii als ein Greis von neunzig Jahren behielt er die Fröhlichkeit und. N Heiterkeit seines Geistes, und starb endlich den izten SeptemberJsdii 1808 nach einer vierzehntägigen Krankheit mit der Fastung eines^ mi Philosophen und den Empfindungen eines religiösen Mannes.nM Wir schließen mit einer Aufzählung seiner Werke in der Ordnung,

s Li> die er selbst ihnen angewiesen hat. I. DaMouamenti. ülosonci,

lis bb eon ?rm0tarroni (2 Bände); ein unbeendlgtes Werk, IN welchemesuchlk der Verfasser den Menschen unter allen Beziehungen darstellen

Mt! wollte. II. Dell' eutusiasmo «tolle liello lettore (2 Bände), von

ctrsil geringem Werthe. III. Acht Di->Ioxl,e ä'ainore (2 Bände); dieseli« dem letzten angehängte Lobrede auf Petrarca gehört zu den schon-l> sten Stücken des Verfassers. IV- Hisorxiuieuto iiexlr stuckt,z M wolle »rot 0 ue' costuuri «lopo il inillo (Z Bände); ein zwargch nur oberflächliches Werk, dem es jedoch nicht an neuen und rich-rief» tigen Ansichten fehlt. V. Dolle lottere 0 äello arri Mantovaiio,II«! lerroro eä E lVloüoiiosi etc. (1 Band); literarischen Inhalts,z d-i VI. Dotters clieci «li Vii^ilio s^li Xrca«li (l Band): dasjenigeA von Bettinelli's Werken, welches das meiste Aufsehen macht«. Jh-htt» ssen folgen in diesem Bande Doktere ä'liil Inelese !!>1 uu Veue-odni risno, die sich ziemlich unbestimmt über mancherlei literarische Ge»

, W geastände verbreiten. VII. Dotters iraliane «l'uu» üaiua all»b, m «u-i Linie» sulle lrello arti; Und Dotters cl'uua oinica etc. (Zer!tt, Bände,. VIII. Voesio (zWände), enthalten sieben xoeiuetti,sechzehn Briefe in Versen, Sonette, Eanzonen u. s. w. Ohnesich darin als großen Dichter zu zeigen, erscheint der Verfasser im-mer als ein eleganter und geistreicher Dichter. Voran geht einesehr gute Abhandlung über die italienische Poesie. IX. Datzeclie,fünf an der Zahl in 2 Bänden, nebst einer Abhandlung über dieN»l< ttalienische Tragödie, einigen Briefen u. s. w. X. Dotters aarm DesbiL (liäouia sozir» Ali eplAramiui (2 Bände); endlich XI.

lle tt «n Versuch über die Beredsamkeit, nebst einigen Briefen, Gesprä-

>M chen u. s. w. (2 Bände).

«tiB Beurtheilung überhaupt ist die Bestimmung der Wahr-1««!« heit nach Gründen. ' Diese Gründe rühren nun entweder her von

je!" der Wahrheit des Gegebenen, aus welchen man schließen will, oder

d sä es find Folgen, welche bei Voraussetzung des Gegebenen gezogen

seist" werden. Das Gegebene selbst, in so fern dergleichen Folgen dar-

m" ^.gezogen werden, liefert die Beurtheilungsgründe.

, jii> Tuest sind zweierlei: Beweisgründe der einen oder der

jedi: andern Meinung (ratioues «lulricansti), oder Entschei-

slhik> Ungsgründe (rarloues ilecilleuäi). Die Beweisgründeder streitenden Meinungen (rariones <jul>itauäi), findnit»i entweder einseitig (unilaterales), wenn sie nur auf eine Mei-st'"" nung passen, oder zweiseitig (bilaterales), wenn sie für die

M 'me Meinung sowohl, als für die andere angeführt werden kön-

fil<» nen. Entscheidungsgründe heißen diejenigen, welche beweisen, wel»

t j» He von zwei angeführten ratiouidus äubltanäi vorgezogen wer»

Diese Entscheidung kann nur auf zweierlei Weise. einmal, wenn man einen höher» Grund angibt, war-st^ welcher von zwei einseitigen Beweisgründen

m andern vorzuziehen sey, oder, zweitens, wenn man unter