Bewegliche Feste Bewegung 247
gi» ahntet werden soll. Wenn män die Menge von, Waisen, Find-ivii- Imqcn und Kindern armer oder unverständiger Ältern bedenkt,nt> weiche in dc» ersten Lebensjahren verwahrlost werden, und an
n!- L,ib und Seele verkrüppeln, so muß man solche Anstalten für einK- düngendes Bedürfniß des Staates und der Menschheit erklären,tiv!- d-m die Flndclhänser, bei ihrer bisherigen Einrichtung und Ber-Vn waltung, nicht hinlänglich abhelfen konnten. Wolke hat dienuiz Idee der Bewahrungsänstalten in seiner kurzen Erziehungslehre, bü (leipzig igog) zur Sprach- gebracht; in der Ausführung dersel-abn bm ist uns nur das von der menschenfreundlichen Fürstin Pau-M luie zu Dctmvld errichtete Bewahrinstitut, in dem die gebil-ditsten Damen sich es zur Freude machen, abwechselnd die Aufsichtuiti zr fuhren, und der Versuch des M. Heinze in Leipzig bekannt.n>ti> Als ein Seminar für dergleichen Institute und für die Verbesse-rn rrng der häuslichen Erziehung überhaupt ist die von dem PastorA. Viebig zu Freiberg 1806 angefangene und mit seltener Unei-M gmnutzigkelt und Menschenliebe fortgesetzte UnterrichtsanstaltEil, für angehend c Ki n d e rwärterin n en zu betrachten. L.ds! 'Bewegliche Feste heißen diejenigen christlichen Feste, diea jji nicht immer auf einen und denselben Monatstag fallen, nämlichh j» Ostern und alle, deren Bestimmung von Ostern abhängt, wiest, Fastnacht, der Charfreitag, grüne Donnerstag, der HimmrlfahrtS-iät» tag, Pfingsten. Dagegen sind die Marientage, der Michaclistag,«M Weihnachten u. a. unbewegliche Feste, denn sie fallen jedesmal aufM, denselben Monatstag.
,rai> 'Bewegung eineSKLrpers ist die Veränderung seiner äußernbist- Verhältnisse im Raume. Alle Veränderungen in der ganzen Na-mi«, tur oder doch in der ganzen Körperwelt beruhen auf der Bcwc»nli« hung, ohne welche alles, todt und unwirksam wäre. Bewegungr« '-st es, die in den organischen Reichen der Schöpfung Leben her»Eil- vorbringt, und auch die unorganischen Körper in Thätigkeit er-'M ralt. zwar sind uns die Natur und der Ursprung der Bewegung
hu,, undikannt, wohl aber lassen sich die Gesetze erkennen, nach denen
ße erfolgt. Von der Bewegung der Körper in'ihrem Raumerops Überzeugt uns bloß die Erfahrung. Sehen wir, daß ein Körperals« seine äußeren Verhältnisse in demselben ändert, so schließen wir,,M daß er sich bewege; sein Beharren in denselben Verhältnissen nen-W, '"n wir Ruhe. Bei Wahrnehmung veränderter Lagen oder Ver-
Fli- hältniffe der Körper pflegt man sich oft zu täuschen, und Ruh?
vod und Bewegung zu verwechseln. So scheinen von einem schnellehrenden Kahne aus die Ufer und die darauf befindlichen Gegen-roh stände in Bewegung, der Kahn aber in Ruhe zu seyn. So leichtf<m in diesem Falle ist, den Irrthum gewahr zu werden, so schwerB " es in andern gewesen, so daß Jahrtausende dazu gehört haben,sei ne Täuschung zu enthüllen, z. B. in dem Verhältniß der ErdelU», °sr Sonne. Bei jeder wirklichen Bewegung sind sieben
itik- verschnitt Umstände zu betrachten, nämlich die Ursache derselben,
stk Körper selbst, die Richtung seiner Bewegung, sein
M "'-wch dieselbe zurückgelegter Weg, wenn die Bewegung wirklichrich ?? Ort veränderte, dle Zeit, worin dies geschah, die Geschwin-fblkeit und endlich die Größe der Bewegung. Was die UrsacheM «r Bewegung betrifft, so ist dieselbe in ein vielleicht nie oiifzu-><"» ve»endes Dunkel gehüllt. Wir schließen mit Reckt, daß eine Kr,,strg<- "fanden seyn müsse, deren Wirkung die Bewegung ist; wir se-