248 Bewegung
Hen diese Kraft selbst in den Muskeln der Thiere und Mensche»;wir nehmen ferner wahr, daß ein in Bewegung gesetzter Kdrpueinen andern ebenfalls in Bewegung setzen kann. daß die Planeten sich bewegen, daß ein Stein aus der Luft sich zur Erde niedeybewegt u. s. w. Allein was diese Kraft sey, ihr Wclen »»>ihre B'schuffenhelt kennen wir nicht weiter. Das Wort Kraft ißalso bloß die Bezeichnung einer Ursache, von der wir nichts wei-ter wissen, als daß ste vorhanden ist. Der bewegte Körper selbst,oder vielmehr die Masse kommt bei der Bewegung darum in Be-tracht, weil vo» der Menge der Masse die Größe der Bewegimabhängt. Doppelt so viel Masse zu bewegen, erfodert doppelt stviel Kraft. Die Richtung der Bewegung eines Körpers ist duLinie nach der Gegend hin, nach weicher ein bewegter Punkt ent-weder seinen ganzen Weg hindurch oder an einer einzelnen Stell«desselben fortgeht. Wenn sich alle Punkte eines Körpers durchausauf gliche Weite bewegen, so braucht man nur die Beweg»»«eines einzigen Punktes zu betrachten. Die durch die Beweg»»-die,es Punktes beschriebene Linie ist der Weg oder die Bahn d«tbewegten Körpers. Ist die Bahn geradlinicht, ko gibt sie selbs!die Richtung der Bewegung an; ist ste krumlinicht, so wird düRichtung an jeder Stelle durch die Tangente der krummen Liiman dieser Stelle bestimmt. Diese Tangente geht nämlich nach de:Ge-cnd hin, noch welcher der bewegte Punkt an dieser Stelltauch geht, iiivd zu gehen forlsuhren. würde, wenn er hier mit ei-nemmalc aushärte, seine Richtung zu ändern. — Bewege» ßhnicht alle Punkte eines Körpers auf gleiche Weise, so muß duBewegung eines jeden Punktes für sich selbst betrachtet werde»,und aus diesem Grunde kann man jede Bewegung als Beweg»»-eines Punkts betrachten. Unter Raum der Bewegung verstettmau die Länge seines durch die Bewegung zurückgelegten Räumet-Da nun immer die Beweaung von Punkten betrachtet wird, stkst dieser Raum allezeit eine Linie, und hierdurch wird die Br-trachtung der Bewegung geometrisch. Zeit wird zu jeder, archder kleinsten Bewegung erfodert. Aus der Vergleichung des RauaiS,den ein Körper durchläuft, und der Zeit, die er dazu braucht,ergibt sich die Geschwindigkeit seiner Bewegung. Ein Körper be-wegt sich geschwinder als ein anderer, wenn er in derselben Zeiteinen größern Raum, oder denselben Raum in kürzerer Zeit durch-läuft. B-'i der Größe der B-weoung kommt außer der Geschwin-digkeit noch die Menge der bewegten Masse in Betracht. ZweiPfund bewegen ist doppelst so viel, als ein Pfund mit derselbe»Geschwindigkeit bewegen- Einen Körper mit der Geschwindigkeit2 bewegen/ist auch doppelt so viel, als eben denselben mit betGeschwindigkeit i bewegetk Hieraus erhellt dann, daß z. B-zwei Pfund mit der Geschwindigkeit z bewegen, sechsmal so »>«>sey, als ein Pfund mit der Geschwindigkeit i fortführen. DuBewegung ist in mehr als einer Hinsicht verschieden. In R»"'ficht auf die-Veränderung dcx Lage, aus welcher man sie erkennt,ist sie entweder absolut oder relativ. Wenn ein Körper aus einemRaume in den andern übergeht, so heißt dies seine absolute Bewe-gung; relativ hingegen ist sie, wenn dadurch die Lage eines Kör-pers gegen einen oder mehrere anders verändert wird, wobei nm"die letztere gleichsam als ruhend betrachtet. In Rücksicht aufVeränderung der Länge ist die Bewegung ferner entweder gemen»