Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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»64 Bildhauer der Griechen

scheu den Fingern und Füßen, den Falten u. s. w., zu deren A diearbertung das Spitzels«,, nicht gebraucht werden kann, werden M «ubei dem Auspoussircn vermittelst des Bohrers und der Raspeln»!-- ««,genommen ^ welche« eine sehr mühsame Arbeit ist. Auf di-W tetArt entstehen auch die Vertiefungen des krausen Haupthaar», d« taNasenlöcher u. s. w. Hierauf schreitet der Künstler zu den M PoDen, d. h. er nimmt mit dem Zahneisen alle bisher noch eckig a>» L«gelegten Theile ab, und gibt der Figur Rundung, Richtigkeit mi «inFeinheit. Dabei bedient er sich des Tastrrcirkels, um die Ttist dnjedes Gliedes genau nach dem Modelle zu bestimmen. Nun still Jabat Werk kenntlich da, und darf nur rein gemacht, d. h. nii Lltund sauber ausgearbeitet werden, welches nut dem Breiteisen, da Jt»Rundeise« und dem Zwergeiflsti geschieht. Das erste ebner gewä M«iglich das Nackte und alle ebenen Flächen, das zweite die Wem» M>jungen, z. B. die Falten, und dar dritte die kleinen schwebend» daTheile« Da aber das Eisen den harten Stein nickt völlig «biul resso muß ihm die Raspel zu Hülfe kommen, welche überdies diese» pdsren Theile, z. B. die Augenlider, Nägcl u. s. w. ausbildet. u»bem Unterschiede der Flächen werden gerade, aufgeworfene, runds teiflache u. a. Raspeln erfodert. Das Rauhe, welches sie zurucklaff't T,wird mit feinem Sandsteine abgeschliffen. Besteht die Malerst d«! dieWerks aus Marmor, so erhäll dieser zuletzt noch Politur, ««» »e.Weder mit gepulvertem Bimsstein und einem feuchten Tuche, od» de»mit Zinnasche, oder, und zwar am häufigsten bei gefärbten Aw zumorarten, mit gebrannten und gepulverten Schafbeinen, oder ck un»Schmerzet. — WaS endlich den ästhetischen Theil der Bildhaum »n!anbetrifft, als welcher nicht sowohl bei dem Bildhauer selbst, «Ü te»vielmehr bei >dem Verfertiger des Modells in Anregung tonml Drso wollen wir, da die Bildhauerei überhaupt mit der Bildner«!» lueine Gattung zusammenfließt, oder vielmehr in dieser selbst begrst- "lfen ist, von dem Ästhetischen der Bildhauerei in dem Artikel, Bild st"berei, reden, auf welchen wir hiemit verweisen. 'h'

Bildhauer der Griechen. DädaluS aus Athen stm "etwa vierzehn Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung. Er«»! S«besonders in Greta, in Sicilien und einem großen Theile «» ««

Italien berühmt. So roh auch seine Werke waren, so sagt M st«PausaniaS von ihnen, daß man etwas Göttliches an ihnen»» w»merkte. Smilt«, ein Zeitgenosse des Vorigen, aber nicht s«»»rühmt. Nach diesen Künstlern verging eine lange Zeit,ohne Werke, aber doch ohne die Künstler derselben dem ^

«ach zu kennen. Der erste, der wieder genannt wird, ist Ep" ,» L»der den Grieche» nach Troja folgte, als sie diese Stadt belog-"ten, und daselbst das berühmte trojanische Pferd verfertigte.ihm verflossen 500 Jahre, in welchen man keinen Künstler nam«»"lich aufgezeichnet findet. Der erste, dessen Name sich seit der »lagerung von Troja erhielt, scheint Rhöku« aus Kam«» ^seyn, welcher wahrscheinlich weit vor dem siebenten Jahrhu"«» .»or unserer Zeitrechnung lebte. Er soll die Kunst zu nwdelimund zuerst Statuen in Erz zu gießen erfunden haben. The" ^ruS und TelekleS, Söhne des Vorigen, reis'ten der Kunl« ' ^

gen nach Ägypten. Der erstere machte in EphesuS die Hau» ^Statue des Apoll für den Tempel der pythischen Apoll zu Sa« » ^

und der letzte die andere Hälfte zu Sarr.oS; eine Sitte, " .. x;

nur bei dem Zustande der ägyptischen Kunst, »ach welc-er >>