Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Bildhauer der Neuern 27z

ss- der ersten Bildhauer unter den Neuern, obgleich ein wenig ma-ll nierirt. Er zeigt gern, wie Michel Angela, dessen erster Rachah-ti wer er ist, tiefe Kenntniß der Anatomie, erreicht aber, obgleichz- er zuweilen graziöser ist, sein Urbild nicht. Er starb i6og. Pe-il, ter Tacca, Schüler des Vorigen und Vollender einiger von

r> demselben angefangener Werke, starb 1640. Simon Guillain,

Ä 1587 zu Paris geboren, ward durch eine Statue Ludwigs XIV-,

zl welche er in dessen zehntem Jahre, zwischen seinem Barer und sei-1- ner Mutter stehend, mit einer Fama, die ihn bekränzte, in Erz

-i darstellte, sehr berühmt. Er ward einer der zwölf Ältesten der

N pariser Akademie, welche zu seiner Zeit gestiftet wurde, und starb>« 1658. Jacob Sarrasin, 1590 zu Noyon geboren, bildete sich

«t zu Rom, und studirte den Michel Angelo mit großem Fleiße. Erer verband großes Genie mit Eleganz und Grazie, uns wurde in

>« Frankreich, wohin er nach achtzehn Jahren zurückkehrte, der Mei»

u< ster einer an berühmten Künstlern fruchtbaren Schule. Er starb

sß aö6c>. Franz du Quesnoi, von den Italienern 11 sslainiulnAc»

!r- (der Flamander) genannt, wurde 1504 zu Brüssel geboren, undH schloß eine innige Freundschaft mit Poussin. Beide lebten ihrer

1» Kunst mit einem Enthusiasmus, dem keine Anstrengung zu groß

>i. war. Du Quesnoi's 22 Palmen hoher Andreas in der Pecers-

el> kirche zu Rom ist eine der schönsten Statuen des neuern Rom, so

t- wie seine Susanne zu Loretto wegen des Adels der Stellung, derlch Schönheit des Kopfes, des sanften Ausdrucks von Schamhaftigkeitir und Frömmigkeit, und wegen der vortrefflichen Bekleidung bewundertit, wird. W. Lorenzo Bernini (s. d. Art.). Alexander Al-m g ardi, 1602 zu Bologna geboren, war als Mahler ein Schüler Lodo-ch vico Caracci's, und ließ, als er sich in der Folge der Bildnerei wid-er mete, noch oft den Mahler durch seine Werke hervorblicken. Zu

le, Rom verschaffte ihm Domenichino, dessen Freund er wurde, zwei

lk- große Arbeiten, Statuen des heiligen Johannes und der Magda-

>» lena, von übernatürlicher Größe in Stuck. Durch letztere fing er

la an berühmt zu werden. Nun trug man ihm Ausbesserungen ver-

ea stnmmelter antiker Statuen aus, unter denen die Stücke, welche

he er dem Hercules des Palastes Verospi ansetzte, die merkwürdigsten

t> und so schön waren, daß man die Originalstücke, als diese hernach

. wurden, der genannten Statlle bloß beilegte. Sein

» berühmtestes Werk ist ims Basrelief des Attila in der PeterSkir-

. A.' 1 ° wie seine eherne Statue des Papstes Jnnocenz X. die

^ WE Statue der Päpste in Rom ist. Gleichfalls berühmt ist

ck Crucifix und durch unzählige Cvpien bekannt. Er starb 1654.

k!" "r, ^ 6 o 4 zu'Eu in der Normandie geboren,""d dv" der königlichen Akademie zu Paris unter-i, «I Lehrer angestellt und arbeitete viel in Rom. Dies»

«ladt erhielt viele Werke von ihm; aber sein schönstes war daS/ ° des Herzogs von Montmorency in der St. Marien-

^Er starb 1699. I. Theodon, ein Fran-.» ""d in Rom Bernini's Nebenbuhler, Die schöne

,, heiligen Johannes im Lateran erwarb ihm Bewunde-rn - °>e Jesuiten einen hohen Preis auf die Modelle zweier

5 e i->, welche jede fünf Fiauren enthalten, und den Al-ke heürgen Jgnatius in der Kirche Jesu schmücken sollten,

ek Kt,berühmtesten italienischen und zwei französischeI ler im Wettstreite, und diese beiden Franzosen, Le Gros unb?onv. g,f. (Svppl. Bd.) 18