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desselben vorzeigte. Unter den vielen Meisterstücken dieses Künß- derlers merken wir nur seinen berühmten Moses an, welcher a» nie
Grabmale Julius II. steht. Tatti (von seinem (Seburksorir ine
Sansovino genannt), 1477 geboren, verfertigte noch als Jimz- erling zii Rom ein Modell von der berühmten Gruppe Looks«», tewelches, nach Raphaels Urtheile, vor zwei anbei» den Preisn- bei
hielt und in Erz gegossen wurde. Er ward von der Republil 15
Venedig zum Architekten angenommen, und verfertigte viele dafizt wlWerke, unter welchen die marmorne Jungfrau in der St. Mm- r.«cuskirche und der marmorne Johann.« der Läufer in der Äirch dcCasa Grande^ Er starb 1570. Baccio Brndinelli, iggs pczu Florenz geboren, wagte es, als ein guter Zeichner in d« 16
Mahlcrei, mit Michel Angelo um den Lorbeer zu ringen. Da ii zu
ihm aber mißlang, so beschäftigte er sich auchchließlich mit du «e
Wildnerei. Franz I. trug ihm auf, den Laoroon in Marmor >« Fl
copiren > aber Clemens vll. behielt diese vortreffliche Sopie z»< sie
rück, welche aber hernach im Jahre 1762 durch die Feuersbrunß »ü
zu Florenz vernichtet wurde. Sein Hercules ist ein würdiges See (d
Henstück zu Mrchel Anqelo's David. Die Kritik hat den Ausspruh sch
über ihn zu thun, oaß er, obgleich ein Nachahmer Angelo's, d«- K
noch die Größe des Charakters jenes Meisters nicht erreicht hab«. w
Cr starb 155c», Properzia Nofsi von Bologna, gestockt» ki
1530 in der Blüthe des Alters, stellte unter andern die Leidens- w
geschichte in Relief auf einem Kirschkern dar, und wurde hernach C
durch mehrere Werke, besonders aber durch die Darstellung du rr
Geschichte Josephs mit der Frau des Potiphar in Rrlief berühmt, rr
welche da« Erzeugmß einer unglücklichen Leidenschaft für ein«» g
Andern, als ihren Gatten, gewesen seyn soll. Sie mahlte auch v
und stach in Kupfer. I. Goujon, geboren zu Paris, ist der m
erste französische Künstler, der seinem Vaterland« Ehre macht«, M
und war auch Baukünstler und Stempelschneidcr. Seine für Frank- g
reich verfertigten Werke werden sehr gerühmt. Er kam 1572 bn li
dem Blutbade der Bartholomäusnacht um. W. della Port» a
von Mailand stellte im Jahre 157z in Rom mehrere Antike» f
her, und setzte dem berühmten Herkules neue Beine an, welch« eMichel Angelo so schön fand, daß er die 27 Jahre nachher ent- r
deckten Beine dieser Statue anzusetzen nicht für nöthig hielt. N "
hat viele sehr geschätzte Werke geliefert. Germain Pelonva» bParis ist der Correggio in der Bildnerei, voll Grazie, aber oll 0sehr incorrect. Er wird, in Ansehung des Charakter» der Zeug«- ßfür den ersten Bildner gehalten. Alle Werke, welche man 00» sihm kennt, befinden sich in mehrern Kirchen von Paris. Er Mb s1605. Johann vonBologria, 1524 zu Douai geboren, kam 2
nach Rom, wo er die Meisterstücke der Alten und Neuern modetlul« 0
und Unterricht von Michel Angelo genoß. Seiner Armuth weg«» «
stand er schon auf dem Punkte, in sein Vaterland zurückzukehren- S
aber ein Freund der Künste gab ihm zu Florenz ein Stück Marmor- k
woraus er eine Venus bildete, durch welche er, so wie durch s«'" z
andern Werke, in kurzem außerordentlich berühmt wurde. S«m «
vorzüglichsten Werke sind: die Gruppe Simssn und. ein PM ^
zu Florenz; sein kolossaler Neptun und sein Raub der Sabinen r
nen ebendaselbst; sein fliegender Mercnr in Erz, durch GypMb " rbekannt und berühmt; sein Jupiter Pluvius ist unstreitig ° ,
größte Koloß unter den Neuern u. s- w. Er ist überhaupt e>