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Freistatt in Schlesien geboren, 168Z zu Berlin gestorben, besaßore bis auf ihn unbekannte Kunst, aus einer Masse von Eis»kleine Rnterssatucn zu schneiden. Von ihm ist der Kaiser Lee-pold I. zu Copcnhagen, Carl II. von England als der heilig«Georg zu Dresden, und Ehursürst Friedria- Wilhelm als Bellcrs-phon zu Berlin. Rauchmüllcr, welcher an der i6yz vollendnten Dreifau.gkeitssäule zu Wi-n arbeitete, wurde in der Dar-stellung von Luft, Wasser und Wolken von Niemanden übertreffe«.Andxeas von Scblütcr, 16Ü2 zu Hamburg geboren, studüttrn Jtali-n vorzüglich den Michel Angel», und wurde nach Berlinbereuen, wo er unter andern vielen Werken das Zeughaus ver-zierte und das Modell zur vortrefflichen Siikterstalue deS Ehurfiir-stcn Frictrich Wilhelm machte, welche 1700 von Johann Jacedigegossen würd., Balthasar Permoser, 1Ü50 im S-lzblir.-i-schen ge oren und 17Z2 zu Dresden gestorben, hat zu Berlin m:dDresden viele und zu Leipzig einige vortreffliche Arbeiten lunirr-lass-n. Übrigens sind Conrad Osner aus Nürnberg »«»Zwenk.hof aus Wien, welche den Sommcrlof und Karten!»Pitersburg mit hölzernen und marmornen Statuen verzierte»,und Dunker und Stahlmeier aus Wien, zwei sehr gute Modc'-lirer, W ied emann unh Scdwa rz aus Dresden, E. B. Adam,Sigisbert Michel, und die Gebrüder Ski! n z rühmlich zu er-wähnen. Auch ist Dcmoiseüc Eollot, neben Properzia Roisi(s. d.) das einzige Frauenzimmer, welche eS in der Bildbaunr.weit bracht«, nicht zu vergessen. Jene ist eine Schülerin deS be-rühmte» Falconet, und machte das Modell zu dem Kopfe der N«terstatue Peters I., welche Fahconet von 1768 bis 1770 in acht;«»Mvn.ten vollendete. Übrigens ist bekannt, daß auch Oser in imb-reren Werken bewies, er könne den Meißel mit nicht geringernGelchicklichkeit und Kunst führen, als den Pinsel, (Man vergl.den Schluß dc» voriacn Art.)
»Brtvncrci ist eine Gelammt-(Collectiv-) Benennung für «!k
bildende Künste. Unter diesen versteht man solche, welche Bilder rc»körperlichin oder verkörperten Gegenständen veräußern sinnlichen An-schauung, also räumlich, darstellen. Vermöge ihrer Natur kau»die Bildner«, b« ihren Darstellungen nichts beabsichtigen,Form und Charakter, und zwar letzter» nur in seiner streng!«»Allgemeinheit, ohne Rücksicht auf alles, was Nuance bestell,"heißen konnte. Um dieses zu bewirken, hat sie kein anderes M«'tel, als eine todte. Masse, welcher sie, unhegünstigt von d" Un-terstützung der Farben, der Form und des Charakters,sie Geist und Leben geben muß. Hieraus geht schon von sEhervor, daß, wenn die Bildnerei mit der Mahlerei vergl>»>wird, sie dieser durchaus nachstehen müsse. Aber eine .
gleichung ist gänzlich unstatthaft; denn beide Künste, die A".lerei und dzeBildnerei, haben zwar im AllgemeinenBerwandtsiymit eingnder, sind aber, im Besondern genommen, streng °einander unterschieden, und können daher durchausander oergiichcn werden. Da es aber in der Gewalt der -0nerci steht, durch Darstellung menschlicher Schönheit (Form-menschlicher Lugenden (Charakter), gleich der Mahlerer, « >einzuflößen, und also einen sittlichen Zweck zu n
um zu diesem Endzwecke zu gelangen, kein anderesals die bloße Darstellung der Form und des Charakters, !