Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Dildnerrt

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diese Form und dieser Charakter der edelste seyn, welchen dieBildner«! nur irgend hervorzubringen im Stande seyn dürfte.Wenn unedle Formen in der Maklerei, durch die Kunst und denReiz der Forbcnschmelzung, immer noch interessant bleiben können,st würden dagegen diese unedlen Formen, als Werke der Bildner«!,nur Widerwillen und Ekel verursachen, und zwar deßhalb, weiljegliche Kunst nicht als bloße todte Nachahmung einen unbewuß-ten Sinnenrausch und bloßes mechanisches Vergnügen durch Verglei-chung der nachgeahmten Gegenstände hervorbringen, sondern imGegentheile zu den höher» Sinnen deS Mensche» sprechen unddie'e in Anspruch nehmen soll. Da nun der Bildner diesen Zweckmir durch sehr einfache Mittel erreichen kann, so soll auch dieAusführung des Werket selbst von der höchsten Einfall, sowohl>» Rüctsicht der Stellung, als auch in Betracht der Ausführungseyn. Richtige und durchaus fehlerfreie Zeichnung ist das ersteErfoderniK einet Werks der Bildnerei, und zwar um desto uner-läßlicher, je mehr diese Eigenschaft des Kunstwerks das einzige ist,wodurch es die Zwecke erreichen kann, die dem Künstler bci derDarstellung vorschwebten. Aber diese richtige Zeichnung muß derKünstler zwar in der Natur studiren, jedoch, von seinem GenieStellet, die Mängcl, die sich nothwendig in der Natur vorfindenwüsten, zu vermeiden, und alle einzelnen Theile derselben zu ei-nem voilkommnen, in sich zusammenhängenden Ganzen zu »crei-uen wissen. Richtige, vollkommen künstlerische Zeichnung ist da-bei dem Bildner noch nöthiger, als dem Mahler; denn letztererficht sich im Stande, die Fehler einer solchen Zeichnung durch dieAnnehmlichkeiten der Farben, durch die mancherlei Wirkungen derBeleuchtung und durch die wunderbaren Spiele det Halbdunkeltzu verdecken; bei dem Bildner hingegen erscheinen die Fehler derZeichnung ohne alle Hülle, und können durch nichts ersetzt oder»erstecht werden. Die Dilducrei stellt gewöhnlich nur eine einzige,«der doch nur selten sehr wenige Figuren neben einander dar.Hi-raui folgr denn die desto größere Äervindlichkeit, dieser einzi-U», «der diesen wenigen Figuren «ine um so größere, künstleri-sche Vollkommenheit der einzelnen Theile sowohl als det Ganzeni» geben. Daß es übrigens die Natur der Bildnerei gänzlich ver-keimen heißt, wenn man, wie sowohl in den ältern als neuernsteschehen ist, durch verschiedene Mormorartcn, durch Ver-goldungen und durch andere dergleichen unhaltbare Mittel, einen«er ^r Mahlere! zukommenden, -und nur dieser möglichen

hervorzubringen gestrebt hat, leuchtet in die Augen. Wat

"^r einen sehr wichtigen und einer scharfen Kritik würdigenegeustand der Bildnern, nämlich über die Bekleidung zu'°S'n wäre, soll in dem Artikel Gewand besonders abgehandeltank. nun die Geschichte der Bildnerei im Allgemeinen

so kann davon in gedrängter Kürze etwa Folgende«AiinÜ,"'Erden, wobei wir dem Ganze folgen wollen, den untd- " , mann »orgezcichnet hat. Der Ursprung derjenigen Kunst,Aiehrt hat, Formen der Natur nachzubilden, kann keinem°""de, keinem gewissen Menschen zugeschrieben werden,w'I. Een sich die Menschen ein sichtbare« Bild der Gottheitr»,,-ü' - 1" dienlen, und die« Bestreben erzeugte die Bildnerei.

man anfangs, wie natürlich, die weichste Materie,ch Erde und Holz, und gab ihr eine Form, die einige Ahn-