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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Bischof

ihn in den Ruf des Atheismus, und zog ihm viele Feinde z«,die ihn bei AntigonuS Gonatus wegen seiner Abkunft verleumdten. AIS dieser Fürst ihn darüber befragte, sagte ihm Vie» «ledler Freimüthigkeit: „Wenn dü eines Bogenschützen bedarffragst du nicht nach seiner Geburt, sondern wählst den, der filZiel trifft; also solltest du auch bei deinen Freunden thun.denn, mein Vater war ein Freigelassener, und handelte mit Schfischen; meine Mutter war ein öffentliches Mädchen, das er hii-rathcte. Mein Vater hatte einigen Untcrschleif in der Einnaf«öffentlicher Gelder gemacht, und wurde mit seiner ganzen Farni!»als Sklave verkauft. Ich ward einem Redner zu Theil, der Siefallen an mir fand, und mir sterbend sein ganzes Vermögen tzioterließ. Ich verkaufte alles, ging nach Athen, und widmete nistder Philosophie. Mögen meine Feinde ihre unnützen Nachforscht»gen einstellen, denn das alles können sie von mir selbst ersas>ren." — Diese Offenheit gefiel dem AntigonuS so sehr, daß»ihm seine Gunst bis an den Tod erhielt. — Bion hatte viel»geschrieben, besonders über Moral, und wir haben es zu bedauert,daß bis auf einige Fragmente lei Gtobäus alles verloren gegnugen. Eratosthcnes sagte von ihm, daß er der erste gewesen, dudie Philosophie mit dem Purpur bekleidet habe. — iibrigenS Phört Bivn in die Zahl der sogenannten sieben Weisen Grieche»lands. Eine Menge witziger Einfälle werden von ihm angeführt!so sagte er von den Grammatikern, die mit unendlichemdie Irrfahrten des Ulysses zu ergründen suchten, daß sie sMohne es zu wissen, sich auf einer viel großer« Irrfahrt befände«,indem sie ihre Zeit mit unnützen Dingen verlören.

* Bischof ist nach dem Sprachgebrauche deS neuen LeMmcnts der Lehrer und geistliche Vorsteher einer christlichen E»meinde. Die Bischöfe, welche die Apostel selbst eingesetzt oderd»Gemeinden^nach der apostolischen Idee, von diesem Amte, gewasilhaben, waren die Depositeurs der Lehre, die Gehülfen und Nachsolger der Apostel in dem Geschäfte der Erhaltung und weiM«Verbreitung des Christenthums. Als solche führtin sie, >rle m«die ganze Gemeinde, auch über die andern Beamten dersel-w,Presbytern und Diaconen, die Aufsicht, ohne jedoch in den erpJahrhunderten schon den Vorrang und die Diöcesanrcchte zuHäupten, die ihnen bei der allmähligen Organisation der KircheVerfassung zll Theil wurden. Aber eoen dies hauptsächlich tu »den Eifer der Bischöfe realisirke System der Hierarchie entfernsie immer mehr voll, ihrer ursprünglichen Bestimmung. Dies«unumschränkte Herrschaft Über den Klerus ihrer Sprengel,Theilnahme an den Angelegenheiten der Staate», denen sie ibald durch ihre vorzügliche Bildung und als die ersten Reich ide wichtig zu machen wußten, die selten controlirtc '.strn^der Kirchengüter, die Vertheidigung ihrer kirchlichen Gere« >und ihre weit um sich greifende geistliche und kriminellebarkeit beschäftigte sie zu sehr, als daß ihnen zudes Lehramt» und der Seellorge noch Lust uns Zeit u.rig b -b.'N wäre. Sie behielten sich daher nur die wichtigstenHandlungen, z. B. Ocdination der Kleriker, Co»,li-mat onJugend und Verfertigung des heil. Chrisma, vor; alt. »geistlichen Verrichtungen überließen sie ihrem -K^rus, u» > ^im Mittelalter sogar an, sich auch für jene reservirtcn

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