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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Bourbon (Insel) Bourdonnaye

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kannte Gräfin von Mont-Eair-Zain, deren Namen da« Ana-gvamm von den Namen ihrer Ältern, des Prinzen Ludwig Franzde Bourbon - Conty und der Herzogin von Mazarin, enthält, ge-hört auch noch als wilder Sprößling zu diesem Aste; als außer-ehelich geboren, ward sie von Ludwig XV. 1772 legitimirt undam 7k«n Oktober 1788 in der Abtei St. Antoine getauft; im I.17YY lebte sie noch zu Paris als Directorin einer weiblichen Er-ziehungsanstalt, und fodertc ihrer Abkunft wegen von der franzo,fischen Regierung eine Pension.

Bourbon (Insel), während der Revolution Reunron,liegt unter dem Listen Grade 24 Min. südlicher Breite, und dem74sten Grade der Sänge, und enthält einen Flächenraum von hun-dert Quadratmeilen. Ihr Ursprung ist vulkanisch. , Das Climaist trefflich, und der Boden da, wo er sich bearbeiten läßt, über-aus! fruchtbar. Die Einwohner dieser Insel sind theils Weiße undAbkömmlinge von Weißen oder Creolcn, theils Neger. Die Zahlder erster», beläuft sich auf 6000, die der Schwarzen auf 27,000.Die entlaufenen oder Maron-Neger, die sich in den Gebüschenverbargen und von da aus die Plantagen plünderten, sind nachund, nach ganz ausgerottet worden. Bourbon ward von dem Por-tugiesen Mascarenhas entdeckt. Der Ursprung der Eolonie stehtmit den ersten Niederlassungen der Franzosen auf Madagascar inVerbindung, Mehrere Franzosen gingen, wegen des dortigen un-gesunden Clima's, ,m Jahre 1664 auf diese kleine noch unbewohnte^nsel über; die Bevölkerung stieg, als die Niederlassungen aufMadagascar sich auslösten. Jetzt erhielt die Insel den NahmenBourbon. Bald ward sie wichtig, und die französisch-ostindischeHandelsgesellschaft legte 1634 eine Handelsloge daselbst an. In°^r Folge wurde sie dieser Gesellschaft, und 1764 der französischenRegierung unmittelbar unterwürfig, bis sie durch die erste Natio-nalversammlung völlige Handelsfreiheit erhielt. Der 'Bau desKaffee'« wurde ums Jahr 1718 hier erheblich, und 177Ü zählte man"""acht Millionen Bäume; doch soll er seitdem abgenommen haben.

. Dourdonnaye (Bernard Franoois Mähe de la), geborenund Mals, wurde frühzeitig für das Seewesen gebildet,

R .,'""dte schon im zehnten Jahre das Steuerruder zu führen.

, , ü"chmte ^ sich so sehr aus, daß ihn der König zum Gene-

N-.douverneur von Jsle de France und Bourbon ernannte,ik-n s -Äsungen wurden unter seiner Verwaltung in den blühend-der versctzt. In dein Kriege von 1741, wo die Englän-

, ^"vien herrschten, eine englische Escadre auf der Seeviele Prisen machte, faßte Bourdännaye, umzu steuern, den kühnen Entschluß, eine kleineten und sich mit derselben den weitem Fortschrit-

""d» zu widersetzen. Er lief deßhalb mit neun

Krem- r. " von Bourbon aus, griff die EScadre an, zer-Pla» und unternahm die Belagerung von Madras. Derein ^ September 1746 und die Besiegten zahlten

runa ungefähr neun Millionen. Obgleich die Regie-

dem Befehl ertheilt hatte, keine Eroberung auf

dieses ö» behaupten, und Bourdonnaye also, indem er

war s» annahm, nur jenem Befehl streng nachgekommen

big;' «4, ^ dennoch der Verrätherei angeklagt, und beschul-

>ch om feinde bestechen lassen und demselben ein zu gerin»

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