Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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256 Braunschwtlg (iStadt)

wick, deren zuerst ums Jahr iozr in Urkunden gedacht wird treicht sicher bis in die Zeiten Heinrichs des S t ä d t er bau ers Shinauf. Eckbrecht s., welcher in jenen Gegenden die Schlösser äHoocwort, Dankworderode und Mclverodc besaß, mag die Lisii nausgebaut und solche nach seinen Ahnherrn (den Bruno»") stbenannt haben. Was keibnrtz und später Büsching von des Ottl dhohem Alter sagen, hat gar keinen historischen Beweis für sich. LBrunswicklag als ein offener Ort unrer den Mauer» des Schlosst? dDankworderode, als Heinrich der Löwe zur Regierung gelang dte. Diesem Fürsten hat der Ort seine Vergrößerung, ferne Biß- ^stigung und sein städtisches Recht zu verdanken. Also verschwindrl hnun auch der Name Dankworderode aus der Geschichte, und «» stseine Stelle tritt der von Braunschwcig. Der Ort wuchs schnei Zempor unter den braunschweigirchen Ottonen, trat im iM dJahrhundert zur Hanse, wurde bald eine Quartierstadt dcrsubch -stund von dieser Zeit an den schwachen handesherrn gefährlich. Nah -ßund nach wurden nämlich den geldarmen Fürsten säst alle Regalien, i>innerhalb der Stadtmauern, als die Münzgerechtigkeit, dersteil Cu. s. f. abgedrungen, und pfandweise die Gerichte Eich, Asse- kfbürg, Campen, Wendhause» und Neubrüc-, in weile« S>Cirkcl um die Stadt gewonnen. Nur die Uneinigkeit in ihren ei- z»gencn M'uern und die oftmals wiederholten Fehden zwischen dem l>

Rathe und d>n Gilden hielten die Stadt ab, sich zur Reichs» ss

mittelbarkeit zu erheben. Indessen schloß sie nach einer blutige» st!

Fehde wir Herzog Heinrich dem jüngern in der zweimHälfte des ibten Jahrhunderts einen vortheilhaften Frieden, «ei- A

chcr ihr eine gewisse Unabhängigkeit sicherte. Als aber im 17t!» m

Jahrhund.rkc die Hanie sehr in Verfall gcricth, sank auch Braun- «

schweig gewaltig. Es war in eine zerstörende Schuldenlast gen-then, Rarh und Bürgerschaft laqe» gegen einander in steter Fehde, st

Herzen Rudolph August benutzte diese Schwäche und die Stadt uotw ^

warf sich im Jahre 1671 dem Herzoge. Der Ort schien jetzt schnell ^

wieder aufzublühen. Die verfallen!n Messen wurden neu beledh n

der graue Hof nnd das große Schauspielhaus wurden erbauet. I« ,

Jahr 1764 erklärte Herzog Carl die Stadt zur beständige»Residenz seines Hauses. Für ihre Verschönerung that sein Rat- -folger Carl Wilhelm Ferdinand noch weit mehr. Die Zeit- 1umstände se.hst vermehrten ihren Wohlstand außerordentlich, "»» ^

in dem Ictzlcn Regieruugsjahre des vcrewialen Helden, der dn -Aucrstädt siel, wurde» die Festungswerke der Stadt abgerragc»,um durch ichöne Anlagen ersetzt zu 'werden. Unter Wcstphaic»' ^eisernem Scepter ward Braunschwcig zur Hauptstadt des Okerdopartemcnt« erhoben, ihr Wohlstand jedoch wie mit der Sichel d»

Todes niedergemäht. Die angstvollste Stunde erlebteBraunschwagam isten August igay, als unter ihren Mauern der Held Fels' .

rich Wilhelm von Braunschweig-Öls d>n sdampf der Werjweu- ^

lunq ruhmvoll gegen einen weit überlegenen Feind bestand. 2glücklichste und erfreulichste hatte Braunschweig am aasten -v s ^cember i8iZ, als derselbe Held, unter unbeschreiblichem -s" ^

des Volks, das rechtmäßige Erbe seiner Ahnen wieder in » > ? ^

nahm. Braunschweig liegt in einer ang-mehinen Gegend, u ^dem 52° 13^ nördlicher Breite und dem 28^ östlicherder Oker, die mit zwei Armen zwischen dem August- u»o »,

helmstkor in die Stadt tritt, innerhalb derselben funs -"cu?