Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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382 Bruncllescht

lichen Frankreich, und ward zllm Pair ernannt. Als sich dieli»-stände wieder verändert hatten, zögerte er lange, ehe er Lvulon, sii«r besetzt hielt, Ludwigs XVItl. Truppen übergab, und seine lli-terwerfung dem Könige einsandte. Dieser Umstand und die ins«nem Commanbo ausgeübte Strenge, mochten wohl die Volkcml!gegen ihn gereizt haben. Als er sich von Loulon nach Paris i»gab, ward er in Avignon von dem royalistisch gesinnten Merkannt, das sogleich das Wirthshaus, in das er sich geflü-Astürmte. Vergebens vertheidigte ihn der Präfect, da keine Trep-pen in der Stadt waren, persönlich und mit Gefahr seines Lebe«!g b Stunden lang. Die Thür ward endlich gesprengt, und!»Marschall erschoß sich im nämlichen Augenblick. Sein Körper win-de gemißhandelt und in die Rhone geworfen.

BrUnelleschi (Philipp), wurde km Jahre tZ77 zu Flore»!geboren, wo sein Vater das Amt eines Notars verwaltete, zuwüchcm auch der Sohn bestimmt war. Dieser füblte sich jedoch müzu den schönen Künsten, als zu dem Geschäftsleben seines Bstaihingezogen, und widmete sich daher unter andern dein Slndii»der W-lke des Dante, der Zeichenrunst, der Bildhauerkunst, U!Physik, der Mechanik und der Pen'pective, deren sammliiche Dgeln kaum bekannt waren, he formte verschiedene Figuren »«!erfand sehr sinnreiche Maschinen. Indessen gehörte dock die Bai-kunst zu den Studien, der er sich am meisten und am ausschlichlichsten widmete. Er lernt« die Zeichenkunst, um seine architckl»-nischeN Plane selbst machen, die Bildhauerei, um jene damitausschmücken, und die Mechanik, um die Massen derselbe»geoieten zu können; so wie er denn auch Mathematik und Ge>-metrie aus dem Grunde studirte. Man behauptet sogar, daß »die perspektivischen Ansichten der vornehmsten Denkmäler von Ap-ren; zeichnete; eine Kunst, die damals noch in ErstaunenAlle diese verschiedenartigen Kenntnisse, welche er sich bis zu einmhohen Grade von -Vollkommenheit erworben hatte, setzte» ihn end-lich in den Stand, sehr kühne und gewagte Arbeiten zu übernehme»,und vermochren ihm den Titel: Wiederhersteller der Baukunst zü »erschaffe». Zuerst zeigte er sich als Bildhauer, und verdankte dies»Talent seinem innigen Verhältnisse mit Donatesio, der dama»freilich noch sehr jung, aber schon sehr geschickt war. Beide, glen?cnthusiasmirt für ihre Kunst, erklärten sich freimüthig Über b«Verdienst oder die Fehler ihrer gegenseitigen Werke. Beide gl»-gen nach Rom, und hier faßte Brunellecchi die Idee, die -LauklMnach dett Grundsätzen der Griechen und Römer wiederum »-umzuschaffen, und dann unternahm er es, den Dom zu S-s"'mit einer ungeheuern Kuppel zu ziere», obre jedoch dabei »Eisen anzuwenden; eine erstaunensweithe Unternehmung, der IAtsiolph Von Lapo sich Niemakid halte unterziehen wollen. -sprach gegen Niemand von dieser riesenhaften Unternehmung, le lnicht einmal zu seinem Freunde, aber er dachre unaufhörlichan, und machte sie zum Gegenstand« aller seiner NachforM g -zu welchem Zwecke er, um sich des Gei.ngen» seines -z.s

versichern, die alten Gewölbe der großen Badesäle, der >. ^

der Tempel und besonders des P ntst-ons zeichnete. Als nJahre 1497 die Baumeister sich zu Florenz versammelt .

u.-er die Maßregeln, den genannten Dom zu bedecken, zuschlagen, kehrte auch Brunelleschi in sein Balerland zuru»,

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