Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
384
JPEG-Download
 

384

Brurrtt Bruno

scherzte «bsr diese Besorgnisse, und folgte nichts desto weniger sei-nen.gefaßten Planen. Übrigens ist die Kirche Santa Maria del Mzu Florenz eben die, auf welcher sich diese Kuppel befindet, mund ein halb Mal so groß, wie die St. Paulskirche zu Londo«,und eben diese Kuppel ist daS bewundernswürdigste MeisterM,welches oie Kunst jemals hervorgebracht hat. Kein Monument daalten Baukunst ist so hoch, und die einzige Kuppel derPeterskichzu Rom, welche seitdem erbaut ist, übertrifft fie an Höhe, adnkommt ihr an Leichtigkeit und edlem Style nicht gleich. MichelAngel» sagte, es wäre schwer, Brunelleschi nachzuahmen, undunmöglich, ihn zu übertreffen. Brunelleschi starb, nachdem er nocheine Menge anderer Meisterstücke der Baukunst, deren Auszähln»-hier zu weitläufig seyn würde, vollendet hatte, im Jahre ipfi,im ödsten Jahre seines Alters, und ward von allen Kennern s«i>nes hervorragenden Verdienstes als ein unersetzlicher Verlust f«ldie Kunst mit Schmerz betrauert.

Brun et, der veeühmteste komische Schauspieler beim PIieLwäeo variktkio m Paris, und überhaupt der Hauptstadt Frankreichs,das Entzücken aller Fremden und der Schauspiel gewohnten Pariserselbst. Er spielt das Fach der Ni iS, die sogenannten Jocriffe»,mit einer komischen Kraft, daß er seit zwanzig Jahren jedesmalwenn er auftritt, durch sein komisches Spiel wahre Bewundern»)und hohes Vergnügen erregt. Sein Spiel ist einfach, und wirktfast ohne äußere Mittel, bloß durch seine innere komische Wahr-heit. Auch belustigt er das Publicum durch seine vielfältig an-gebrachten Wortspiele. Er spielt nichts anders als Jocriffeu,zwar größteurhetls Rollen, die eigen für ihn geschrieben sind. Li-ter Napoleons Herrichaft erlaubte er sich häufige Anzüglichkeim,zuweilen sogar Ausfälle gegen denselben, die ihm gemeiniglich ft"'gingen, oft aber auch mit polizeilichen Verweise», doch stets ver-geblich gerügft, und von Zeit zu Zeit durch Gefängniß oestttstwurden. Er hat sich ei» bedeutendes Vermögen zu erwerben ge-wußt und er besitzt jetzt das ststaeaci-o üss va-sre? als Eigen-thum. Kein Fremder, der Paris besucht, darf versäumen, Bra-uet zu sehen. Man hat eine (aber nicht sehr echte) Sammlungseiner improvisierte» Calambourgs unter dem Titel: Brauetiem.

Bruno (der heilige), Stifter des Cartheusermönchsordens,war zu Cöln gegen das Jahr ic>Zo aus einem alten unl rlenGe- ,schlecht« geboren, das noch in der Mitte des achtzehnten JalMw-derres existirte. Seine tugendhaften Altern ließen ihn unterAugen in der Schule der Collegiatkirche erziehen, an welche ih»der Bischof St. Hanno durch ein Canonicat knüpfte. Angezogendurch den Ruf, dessen damals die Schule zu Rheims genoß,,!-"'dirte er daselbst mit Auszeichnung nach und nach alle. WisftnWs-ten, und glänzte besonders in der Theologie. Der Bis.bof Gero»übertrug ihm die Würde eines Scholasticus, der die Geistlichen"terrichtete, dann eines Kanzlers, dem die Lircction der Mschulen und die Jnspection aller großen Schuten des Sprengelslag. Bruno zog mehrere ausgezeichnete Schüler,

unter ander»

Odo, der unter dem Namen Urban H Papst ward. Als der M-niN-ltgzeiisin'vator des bischöflichen Sises zu Rheims Man«

nistische Usurpator des bischöflichen Sitzes zu Rheims Manessedas Concilium von Autun im Jahr 1077 geladen w^den, "Bruno unter seinen Anklägern, und als dieser envlrch i b„dem Concilium von Lyon abgesetzt ward, warf das Caxir

S

b

«

e

r

s

r

d

c

- 4b<SSd§2ei

st

u

s

b

?

8

t

n

sc

ir

le

ch

ö,

-h

de

s-

i-

w

di

dc

lil

vc

de

ke

si-

g-

B

N

L

B

lec

nn