Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
385
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Brustwehre Bruyn 384

Rheims seine Lugen auf Bruno, um ihn zum Nachfolger zu wäh-len. Bruno oder wünschte in der Einsamkeit zu leben, und be-gab sich nach Saisse-Fontaine in dem'Sprengel von Langres, woer einige Zeit in Klvsterübunqen mit zwei Freunden zubrachte.Um noch'zurückgezogener zu leben, begab er sich mit sechs gleichge-stnnten Freunden zu dem heiligen Hugo', Bischof von Grenobls,und dieser führte sie selbst im Jahre ic>Zp in die vier Stunden vonder Stadt entfernte Wüste, welche Chartreuse heißt, und von wel-cher der hier entstandene berühmte, Orden seinen Namen erhielt.

. Hier in einem engen, von zwei schroffen, mit Schnee und Dornenbedeckten Felsen überragten Thale war es, wo Bruno und seineGefährten ein Oratorium und kleine abgesonderte Zellen zu ihrenWohnungen erbauten, und einen der strengsten Mönchsorden grün-deten. Die Bewohner dieser Wüste mehrten sich in wenig Jahren.Sie erbauten eine Kirche, schüfen durch Arbeit und Kunst einenTheil der, Waldung in Gärten um, und belebten durch Industrieeinen Ort, den die Natur nur zum Aufenthalt wilder Thiere be-stimmt zu haben schien. Dabei lebten sie in der größten Armuthund Entbehrung, trugen eine grobe Kutte, genossen kein Fleisch,sondern nur Vegetabilisch und Kleienbrot, und beschäftigten sich mit Ge-bet, mit Lesen und Abschreiben von Büchern. Untecd.ß war Urban II.Papst geworden, und berief lo8y seinen vormaligen Lehrer zu sich.Bruno gehorchte wider Willen, und kam mit allen seinen Gefähr-ten nach Rom. Letztere aber kehrten unter Landwlns L.ntstng baldnach Chartreuse^zurück, und Bruno, der jede geistliche Würde aus-schlug, erhielt die Erlaubniß im Jahre ioyh., eine zweite Carthausein der Einsamkeit von della Torre in Calabrien zu gründen. Hierlebte er nach voriger Weste, stand seiner neuen Cslonie mit glei-cher Weisheit vor, und starb in den Armen seiner Schüler denoten Oct. iroi. Leo X. erlaubte im Jahre 1514 den Cartheusern,ihm zu Ehren eine eigene Messe zu halten, und Gregor XV.dehyte im Jahre 162z dieselbe auf die ganze katholische Kirche aus.Serrdcm ward er in die Zahl der Heiligen versetzt. Bruno hatteseinen Schülern keine besonderen Gesetze gegeben, erst im Jahre!> >1 ^ne vollständige Regel für die C'acthouser zu Stande,^ ^nnocenz XI. bestätigte. Durch seine Commentare überme Mlnien und die Briefe Pauli hat übrigens Bruno bewiesen,oax er einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit war, und eine qründ-tlche Kenntniß des Lateinischen, Griechischen und Hebräischeichbssaß.an- ^ustwehre in der Kriegskunst jede Erhöhung, welcheGraden Schusse sichern soll. Da Holz und Stein durchber Kugeln zerspringen und umherfliegen, so sind sieii> Material zu Brustwehren. Am besten macht man

° L i" besonderen Fällen wohl auch aus Faschinen, Mist,Br Schanzkorben, Sand und WEäcken. Die..Dicke der- br ">uß sich nach dem feindlichen Geschütze richten; in derIn Ann!.-'" unter fünfzehn bis achtzehn Schuh dick seyn,Bruüwebrm t?^ H°he gtbt Cugnot die Regel: man müsse dir^ machen, baß man aus dem innern Raume derHimmel,Entfernung eines Kanonenschusses, nichts als denI-qenen Apfel der Bäume erblicken könne. Bei nahe ge-

mcht leichr^übe 7 Ln'°SchZ'ho'?" "^« 4 . denn man macht sie

5UYN (Corneille le), ein geschicktrr Mahler, aber ungleich

t'k. Bd.) ' 25