Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
401
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Burgunder

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»-den diese sich entweder gemeinschaftlich > öder ueber Einzelne fürdas Ganze verbindlich gemacht. Im erstern Fall chat jeder nur sei-nen Antheil zu vertreten, mit Einschluß dessen, was etwa nochauf ihn kommen möchte, wenn einer oder der andere Mitbürzezahlungsunfähig geworden, im letzter» Fall hängt es von demGläubiger ab, welchen der solidarischen Burgen er zuerst für dasGarne in Anspruch nehmen, und an welchem er sich, wenn ervom ersten nicht völlig vefricdigt wird, zunächst halten will. 'Burgunder, burgundische Reiche, Burgund. —Die Burgunder (bei den Alten L-ti'ssuncki, LinAniilliuvs, L>,rn-ennäi, Luu-nir-w, Lu»ricc->s, auch 17ru»unäi genannt) gehör-ten dem Haupcstamme der Wandalen an und hatten ihre ersten be-kannten Wohnsitze zwischen der Oder und Weichsel, in der heuti-gen Reumark und dem südlichen Theile von Westpreußen. Bonden andern deutschen Völkerschaften unterschieden sie sich besondersdadurch, daß sie in Dörfern (Burgen) vereint wohnten (dahervielleicht ihr Name „Burgunder" entstanden ist), dagegen jenezerstreut und mehr nomadisch lebten. Hierin liegt wahrscheinlichauch der Grund, daß sie viel länger als die ihnen benachbartenGdlhcn und Vandalen in ihren Wohnplätzen sich behaupteten, bis sieendlich den von den Weichselmündungen herausdrängenden Gepidennicht mehr zu widerstehen vermochten. Der Vertust einer großenSchlacht gegen diese hatte zur Folge, daß sie nach Deutschlandwanderten, wo sie bis in die Gegend des Oberrheins vordrangen,und sich dort, .östlich neben den Alemannen, niederließen. Diesennahmen sie bedeutend« Ländcrbezirke ab, und lebten daher mitdenselben in fast beständiger Fehde. Doch diese beendigten sich,o!S die Burgunder, mit andern germanischen Völkerschaften ver-eint, im Anfange des zten Jahrhunderts in Gallien e.nsieien.Nach langem Kampfe und manchem erlittenen Nachtheile gelang eSihnen doch, durch Vertrag von den Römern das südöstliche Gal-lien zu erhalten, wovon noch die Namen Bourgogne undHochburgund sich herschrciden. Ein Theil von Helveticn, Sa-voyen, Dauphin«, Lyonnois und Franche-Comlä gehörten zu ih-rem neuen Reiche, das schon im Jahre 470 Burgund genanntwurde. Der Sitz der Regierung scheint bald in Lyon, bald inGen, gewesen zu sey». — Von ihrer alten Verfassung weiß man,das sie von Königen regiert wurden, die sie Hendinos nann-ten, allein nach Gefallen wählten und absetzten; traf sie ein be-d«! mdes Unglück, als Mißwachs, Epidemien oder Niederlagen,fo muKte der König dafür büßen; er verlor seinen Thron, denem anoerer bestieg/ unter welchem sie glücklicher zu seyn staubten.

sie noch die christliche Religion angenommen hakten (was inGallien geschah), hatten sie einen Oberpriester, SinestuS genannt,egrn Person unverletzlich und dessen Posten lebenslänglich war.

u>ar hamats schon als Gottesurtheil bei ihnen ein-ten ^ndcm sie dahin strebten, sich immer mehr auszubrei-

terFranken zusammen, denen sie endlich un-sel-i-k aa»» lohnen gänzlich unterlagen, nachdem Chlodwigte ^^ einem bedeutende» Areal ihnen entrissen hat»beiten sie noch ihre Verfassung, Gesetze und Gewohn-

würde Aber bald wurde nun auch ihre Königs-

der und ben Carolingern das R?sch in eine

K vvlnzen zerstückelt, worin die fränkischen Vasallen sich von«»>">. k.x, (SuM tz,,)