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Burgunder
Zeit zu Zeit unabhängig zu mache» wußen. . Im Jahr- plang es Lein Grafen von Autun, Boso, einem Schwagcr ÄlsiziKarl des Kahlen, und Statthalter in der Lombardei, mit D,i>ftimmung der burgmidischen Stände, die königliche Würde übcrdii-fes Reich wieder zu erlangen. Er nannte sich König von Pro-vence; seine Residenz war zu Arier und hiervon entstand inName „das arelatische Reich."— Zwar verlor er manche W-vinz wieder an Ludwig und Carlmann; allein sein Sohn, kibwig, vereinigte mit dem väterlichen Erbthesle das diesseit iüJura gelegene Land, und so entstand das cisjuranischc Burgichoder das niederburgundische Reich, dessen sämmtliche Lastandtheile ei» Theil der Provence mit ArleS, das Delphi»:!,Lyonnvit; Eavoyen und ein Theil der Franche - Eomtö warc». -Ein zweites burgundischeS Reich entstand, als der Welse Rudchsvon Strektlingcn (Herzog in den lotharingisch-helvetische»den) den Rest von Lotharingen, nämlich die Schweiz diesseitsFlusses Rühß, das wallise: Land und einen Theil von SavttKkurz alle Provinzen zwischen dem Jura und den penninischen lslpli,an sich brachte und im Jahre 888 zum Könige des ob erdetgundischen Reiches (le^nuin Uni'Auiiclicuin tr»>isjure.n»Dsie krönen ließ. — Beide blirgundische Reiche wurden aberWvereinigt und der ganze Staat der lurgundischcn Könige zWendlich völlig, als er nach dem Erlöschen des rudolphischen ElchmeS (ioZ2) unter Kaiser Konrad II., dem Salier, DcutlchlDeinverleibt wurde. — Allein ein dritter Staat, der ungefähr-»die nämliche Zeit wie der oberburgundische seine Entstehung lei-ten hatte, wovon der Hauptbestandthcil die französische PrMBourgogne (Burgund in eigentlicher Bedeutung) war, u»d«lidessen Stifter Richard, ein Bruder des Boso (ersten Königs«'»«Siiederburgund) angegeben wird, erhielt sich immer fort. MRichards Enkelin Ludegardis und ihrem Gemahle Otto, eiMBruder Hugo Capets (Stammvaters der königlich franzöiMDynastie, stammten die ältern Herzoge von Burgund (Lc«tgogne); sie erloschen im Jahre rz6i mir dem Tode des Herst?»Philipp, und Bourgogne wurde sogleich von König JohannFrankreich, theils als ein Lehen, theils weil seine Mutter MSchwester von dem Großvater des letzten Herzogs gewesen, »»-kraft dessen Testamentes, mit den Domänen der französischen Krwvereinigt. Doch bald darauf wurde von ihm selbst die Würdeburgundischcn Herzoge wieder hergestellt, als er izöz jene rasunter dem Titel eines Herzogthums seinem jüngsten sehr geüwtcn Sohne, Philipp dem Kühnen, zur Apanage verlieh.-'Philipp wurde nun Stifter der neuern Linie der Herzoge «cBurgund. Er vermählte sich iZl>8 mit der hinterlassenen wra«des letzten Herzogs Philipp von der ältern Linie, Margar ^tha, einzigen Tochter und Erbin Ludwigs III-, Grafen von sä -dern, und vermehrte dadurch seine Besitzung sehr bedeutend; °Flandern, Mechcln, Antwerpen und Franche.üo»,fielen ihm zu. — Im Jahre 1402 wurde er bei der Gemu;krankheir Carls VI. von Frankreich zum Regierungsverwclselbst ernannt, weßhalb des KönigS Bruder, Ludwig, H"W, ».Orleans, der zurückstehen mußte, einen bittern Haß aus pdwarf. Dies gab Veranlassung zu der bekannten Spammgfranzösischen Ngtion in die «rleonische und burgundische p