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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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404 Burgundischir Kreis

den Kriegen, die sein Vater Philipp mit den empörten Städte»Gent und Brügge, England gegen Ludwig XI. und gegen dieLükticher führte, erwarb er sich ;cnen Beinamen mit vollstem Rih,te. Im Frieden mit Ludwig XI. erhielt Carl alS Prinz für ßhran Frankreich, außer Boulogne und Quines, die neun Norm»scher vön Lüdwi'g wieder eingelcs'tcn, vorhin genannten Städk,die einst für 2«,,vno Goldthaler sollten wieder eingelös't werd»können. — Als endlich Philipp am löten Julius 14Ü7 zu Brügzistarb, ward Carl der Kühne Herzog von Burgund und ei««der mächtigsten und reichsten Fürsten seiner Zeit. Da wir ihm mnen eigenen Artikel gewidmet haben, so erwähne» wir hier «>ihm bloß, daß er 1475 noch Geldern erwarb, und den gros»Plan hatte, seine Staaten ju einem Königreiche zu erheb«,welcher aber an seiner habsüchtigen Absicht, damit den ganzen Mi>bis Basel zu vereinigen, scheiterte. Er ward hierbei in MHändel verwickelt und in einen gefährlichen Krieg, alt er <1wagte, den -herzog RenatuS von Lothringen aus seinem Lande j»vertreiben. Mit diesem hatten die Schweizer sich verbunden; Caüsiel daher in ihr Land, verlor aber die berde» berühmten Schleif,ten bei Granson (am yten April 1476) und bei MurteN (»»SLste» Junius d. I.) und endlich, als er einen Angkiff auf Rangvnrernahm, am zten Januar 1477 sein thatcnreiches Leben, dem«zur Devise die Worte: „Ich habe es begonnen! Glückzu!"gegeben hatte. — Er hinterließ Nur eine Tochter, Maria, «l<einzige Erbin seiner Starren. Sieben Prinzen waren ihre Frei»;unter ihnen der Dauphin von Frankreich und Maximilian von Öfl«-reich. Der letztere war der Glückliche und der König von Fce»äreich erhielt von dem burgundischen Nachlasse nichts als die S-Min der Piccardie und das Herzogthum Bourgsgne, das er eilMannleh» einzog. — Marie starb in ihrem agsten Jahre («Lhstcn März 1482), an den Folgen eines Falle«, nachdem liest'rcm Gemahle drei Kinder, Philipp, Margarethe und Franz (deraber bald wieder starb) geboren hatte. Nicht alle Provinzen »o-l-ten Maximilian als Vormund der Kinder anerkennen. Da ver-lobte er seine Tochter mit dem Dauphin Carl, wobei die Graf-schaften Artois und Burgund, nebst Maconnais Auxerrois, Sa-tins und Bar an der Seine zum Heiratdsgute bestimmt wurde».Aber die Absicht, die Provinzen hierdurch ganz zu beruhige»»wurde Nicht erreicht; besonders waren die Flanderer die ha na äng-sten , und eS kam sogar so weit, daß Maximilian zwei Jad«nach seiner Erwählung zum römischen Könige (1488) in Brüggeüber drei Monate lang gefangen gehalten wurde. Doch endlichernannten ihn die Flauderer zum Vormund seines Sohnes Philip»und zstm Regierungsverweser. Hier aber finden wir den Angeii-blick, wo die Geschichte der burgundischen Lande in die eigentlicheder. (nachmaligen vereinigten) Niederlande übergeht. l-Burgundischer Kreis, einer von den ehemaligen,-".«Kreisen des heiligen römischen Reichs, zu welchem dieschaft Burgund nebst'den 17 Provinzen der Niederlande gehör: -Kaiser Maximilian I. errichtete ihn 1512 und Carl r.

4543 seine Verhältnisse zum deutschen Weich. Nachdem die !>«-Provinzen eine eigene Republik geworden und Frankreich »er,cydone Theile an M gebracht hatte, bestand er nur noch aus v-spanischen oder österreichischen Hiedcrlandcn. Der »m «irech